Menorca

Kontroverse um die Sprache auf Menorca: Die Linke fordert Rücktritte und kritisiert mangelnde Strenge.

Más por Menorca und Esquerra de Menorca–Esquerra Unida haben Einwände gegen eine Reform eingereicht, die sie als Rückschlag für die katalanische Sprache betrachten und einen Mangel an Konsequenz und Konsens anprangern.

Joan Pons Torres, diesen Montag in der Plenarsitzung des Consell de Menorca
ARA Balears
06/02/2026
2 min

PalmeDie von der PP-Regierung mit Unterstützung des ehemaligen Vox-Ratsmitglieds vorangetriebene Änderung der Sprachverordnung des Inselrats von Menorca hat auf der Insel eine heftige politische und gesellschaftliche Kontroverse ausgelöst. Mehrere linke Gruppen haben Einspruch gegen den Text eingelegt, den sie als Rückschritt im Kampf für die katalanische Sprache und als Wiederaufnahme einer Debatte betrachten, die Menorca bereits für beendet hielt.

Más por Menorca zählt zu den lautstärksten Gegnern der Reform, für die sie Regionalminister Joan Pons Torres mit der Komplizenschaft des Präsidenten des Inselrats, Adolfo Vilafranca, verantwortlich macht. Die Partei prangert die breite Ablehnung der Gesetzesänderung durch zivilgesellschaftliche und kulturelle Organisationen sowie die Universität der Balearen (UIB) und das Menorcanische Institut für Studien (IME) an, die auf technische, rechtliche und soziolinguistische Mängel im Wortlaut hingewiesen haben.

Auch Esquerra de Menorca-Esquerra Unida hat formell Einspruch gegen die Teilnahme an der institutionellen und gesellschaftlichen Mobilisierung zum Schutz der Sprache eingelegt. Die Partei bemängelt die Nichteinhaltung des Gesetzes zur sprachlichen Standardisierung, die Missachtung von Beratungsgremien wie der Universität der Balearen (UIB) und dem menorquinischen Sprachinstitut (IME) sowie die Abschaffung eines pluralistischen Gremiums zur Überwachung der Bestimmungen – eine Funktion, die dann direkt dem jeweiligen Stadtrat unterstellt wäre.

Barceló und Garcia von MÁS por Menorca.

Esteve Barceló, der Generalkoordinator von Més per Menorca, bezeichnete die Reform als „ideologische Agenda“ und forderte angesichts der breiten Ablehnung politische Verantwortlichkeit. Sowohl Més als auch Esquerra warnen davor, dass die Infragestellung der Einheit der katalanischen Sprache und die Schwächung von Konsensmechanismen die sprachliche Gesundheit der Insel gefährden. Sie rufen die menorquinische Gesellschaft dazu auf, sich gegen die Reform zu wehren, die sie als Angriff auf ihre eigene Sprache und den sozialen Zusammenhalt betrachtet.

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