Drogenrazzia auf Ibiza: Bande mit großen Mengen Kokain und Haschisch zerschlagen
Die gemeinsame Untersuchung der Guardia Civil, der Nationalpolizei und der Zollaufsicht führte zu 26 Festnahmen und der Beschlagnahme von mehr als 11 Tonnen Drogen auf Ibiza.
PalmeDie Guardia Civil, die Zollaufsicht der Steuerbehörde und die Nationalpolizei haben im Rahmen der Operationen Cavalieri, Norte und Coktel eine auf Ibiza ansässige kriminelle Organisation zerschlagen, die sich dem groß angelegten Drogenhandel widmete. Die Ermittlungen führten zu 26 Festnahmen und der Beschlagnahme von 1.558 Kilogramm Kokain und fast 11 Tonnen Haschisch. Laut den Behörden operierte das Netzwerk über Seewege zwischen Südamerika, der Iberischen Halbinsel und Ibiza und nutzte mehrere Einschmuggelwege für die Drogen: Lastwagen per Fähre, Container im Hafen von Valencia und Schnellboote, die direkt in Ibiza ankamen. Die Ermittlungen, die 2023 mit der Beschlagnahme von 8,3 Tonnen Haschisch an einem Strand im Norden der Insel begannen, zeigten, dass die Organisation hierarchisch und strukturiert aufgebaut war und nationale sowie internationale kriminelle Gruppen logistisch unterstützen konnte. Einer der Festgenommenen war auf die Verbreitung und Verwaltung verschlüsselter Nachrichtensysteme spezialisiert – ein wichtiges Instrument zur Koordination der Organisation. Zu den bedeutendsten Operationen des Jahres 2025 zählten die Beschlagnahmung von 2.400 Kilogramm Haschisch im Hafen von Ibiza und über 1.000 Kilogramm Kokain in Valencia und Ibiza sowie mehrere Festnahmen auf Mallorca und Ibiza im Rahmen von Operationen, die in Abstimmung mit den Behörden des Festlandes durchgeführt wurden. Die Operation gipfelte am 16. Dezember in neun Razzien und elf Festnahmen in verschiedenen Gemeinden Ibizas. Derzeit sind noch zwölf Personen flüchtig, weitere Festnahmen werden erwartet. An den Ermittlungen waren verschiedene Spezialeinheiten der Zollaufsicht, der Guardia Civil und der Nationalpolizei beteiligt, unterstützt von Interventions- und Sicherheitsgruppen. Die Ermittlungen standen unter der Aufsicht des Untersuchungsgerichts Nr. 3 von Ibiza und der für die Insel zuständigen Anti-Drogen-Staatsanwaltschaft. Laut Guardia Civil beweist diese Operation die Fähigkeit der Behörden, komplexe kriminelle Strukturen zu zerschlagen, die mit internationalen Organisationen in Verbindung stehen. Sie unterstreicht zudem die Bedeutung der polizeilichen Koordination im Kampf gegen den groß angelegten Drogenhandel auf den Balearen.