Der Consell de Mallorca überlässt einen Teil des Parque de las Vías an Palma, um dort einen botanischen Garten anzulegen
Das Grundstück ist 13.000 Quadratmeter groß und befindet sich seit 1989 aufgrund einer Zwangsenteignung im Besitz der Inselinstitution.
PalmeDer Consell de Mallorca hat einen Teil des Parc de les Vies neben der Ringstraße unentgeltlich an die Stadtverwaltung von Palma abgetreten, um dort den Standort zu errichten. zukünftiger botanischer Garten der StadtDas abgetretene Land befindet sich seit 1989 aufgrund einer Enteignung im Besitz des Inselrats und wurde bisher nicht genutzt. Es umfasst 13.005 Quadratmeter und grenzt an die Ringstraße, die Inkastraße, die Eisenbahngleise und den Bach Barberà. Dieser Bereich des Botanischen Gartens wird durch einen weiteren ergänzt. Rückzugshäuser von Schloss BellverDas Gelände wird 31.543 Quadratmeter umfassen. Geplant ist, dort einen Bereich zu schaffen, der Beispiele der fünf weltweit vorkommenden mediterranen Waldtypen präsentiert: die Wälder des Mittelmeerraums (typisch für Südeuropa, Nordafrika und den Nahen Osten), die kalifornischen, die zentralchileischen und die südöstlichen Österreichs. Darüber hinaus beabsichtigt der Stadtrat, das Gelände mit verschiedenen öffentlichen Einrichtungen auszustatten, darunter ein Auditorium, Abteilungen der Genbank, ein Herbarium, Ausstellungshallen und Büros. Die am Donnerstag zwischen den beiden Institutionen formalisierte Übertragungsvereinbarung muss jedoch noch in der nächsten Plenarsitzung des Consell (Inselrats) genehmigt werden. Im Falle der Genehmigung wird eine öffentliche Anhörung eingeleitet. Neben der Grundstücksübertragung wird der Consell de Mallorca dem Stadtrat die Nutzung der Brücke über den Stadtring gestatten.
„Ein weiterer Schritt in der Transformation von Palma“
Der Bürgermeister von Palma, Jaime Martínez, bezeichnete die Vereinbarung zwischen den Institutionen als „weiteren Schritt in der Transformation der Stadt“ und als „Stadterneuerungsprojekt, das Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit, Wissenschaft und Kultur setzt“. Er betonte zudem, dass die Initiative „nicht auf die Gegenwart, sondern auf die mittel- und langfristige Zukunft ausgerichtet“ sei. Zeitplan und Kosten des zukünftigen Botanischen Gartens würden vom Gewinner des noch nicht bekanntgegebenen Ideenwettbewerbs festgelegt. Der Stadtrat arbeite bereits an den Teilnahmebedingungen und wolle diese bis Juni fertigstellen und den Gewinner bis Ende des Jahres bekanntgeben. Nach Auswahl des Gewinnerprojekts beginne das Ausschreibungsverfahren für den Bau, das voraussichtlich bis 2027 andauern werde. Der Präsident des Consell de Mallorca, Llorenç Galmés, bekräftigte seinerseits, dass die Inselinstitution ihre Rolle als Regierungsorgan wieder aufgenommen habe. In diesem Sinne betonte er, dass „der botanische Garten ein sehr wichtiges Projekt für diese Legislaturperiode und eine langjährige Forderung aller Einwohner der Stadt ist, von der aber auch alle Mallorquiner profitieren werden.“ Er fügte hinzu, dass der Inselrat Teil des Kuratoriums sein wird, das für die Verwaltung von Palmas zukünftiger „grüner Lunge“ verantwortlich ist.
Was wird mit den Elendsvierteln geschehen?
In dem Gebiet, in dem Cort einen Teil des zukünftigen botanischen Gartens anlegen will, befinden sich derzeit Hütten. Martínez weiß noch nicht, was mit diesen Menschen geschehen wird und erklärte lediglich, Cort werde eine Entscheidung treffen, sobald das Land für den Projektbeginn benötigt werde. „Wir werden konkrete Lösungen für die einzelnen Probleme finden, sobald das Land verfügbar ist; dann werden die entsprechenden Schritte eingeleitet“, versicherte er. Er betonte jedoch, dass den Betroffenen kommunale und inselinterne Sozialdienste zur Verfügung stünden, um ihnen alternative Möglichkeiten aufzuzeigen.