Notaufnahme

Erneuter Zusammenbruch in der Notaufnahme von Son Espases: „Es gibt Patienten, die seit einer Woche auf ein Bett warten.“

Die Gewerkschaft Satse prangert an, dass die Situation nicht nur auf einen Mangel an Betten, sondern auch auf deren schlechtes Management zurückzuführen sei.

Notaufnahme Son Espases
ARA Balears
05/02/2026
2 min

PalmeDie Pflegegewerkschaft Satse warnt vor einem erneuten „Zusammenbruch“ der Notaufnahme des Universitätsklinikums Son Espases aufgrund von Bettenmangel und unzureichender Bettenbelegung. Laut Erlina Vijande, der Gewerkschaftsvertreterin im Krankenhaus, die mit Europa Press sprach, warten derzeit rund 70 Patienten in der Notaufnahme auf die Verlegung auf eine Station und müssen sich in der Zwischenzeit in provisorischen Bereichen aufhalten. „Die Situation hat sich in den letzten drei Tagen verschärft. Einige Patienten warten bereits seit dem 30. Januar auf die Verlegung“, erklärte sie. Am Mittwoch, so Vijande weiter, mussten aufgrund der besseren Lage sogar Krankenwagen zum Krankenhaus Son Llátzer umgeleitet werden. Dieser erneute „Zusammenbruch“, betonte die Gewerkschaftsvertreterin, sei nicht nur auf den Bettenmangel, sondern auch auf die mangelhafte Bettenbelegung zurückzuführen. „Wir fordern eine ordnungsgemäße Bettenbelegung und Lösungen für die Probleme, denn wir arbeiten seit Jahren unter enormer Belastung, improvisieren ständig und leisten extrem anstrengende Schichten“, sagte sie.

Die Krankenhauslösung

Quellen im Krankenhaus Son Espases bestätigten gegenüber Europa Press, dass derzeit etwa 70 Patienten auf ein Bett warten. Die Ursache für diese Überlastung des Systems liegt nicht in der für diese Jahreszeit typischen Grippe oder Atemwegsinfektion, sondern in der hohen Anzahl chronisch kranker Patienten. Diese Patienten, so die Erklärung, leiden an komplexen Erkrankungen, die einen längeren Krankenhausaufenthalt erfordern, was die Aufnahme neuer Patienten erschwert. Obwohl dieses Problem nicht über Nacht gelöst werden kann, überprüft das Krankenhaus Son Espases die Patientenliste, um den Druck zu verringern und Betten für dringend benötigte Patienten freizugeben. Das Krankenhaus prüft die Möglichkeit, einigen dieser Patienten häusliche Pflege, Hausbesuche von Ärzten oder die Verlegung in Einrichtungen wie San Juan de Dios, das Rote Kreuz oder das Allgemeine Krankenhaus anzubieten. Auch die Rückführung von Patienten, die aus Krankenhäusern wie denen in Inca und Manacor verlegt wurden und deren Zustand sich ausreichend verbessert hat, wird erwogen. Zusätzlich werden Operationen neu terminiert.

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