Lehrer kritisieren das Bildungsministerium: „Nach 30 Jahren verdienen wir 565.700 Euro weniger als Beschäftigte im Gesundheitswesen.“

Der Lehrerrat fordert dringende Maßnahmen zur Stärkung des öffentlichen Bildungswesens, zur Normalisierung des Katalanischen und zum sozialen Zusammenhalt.

Der Lehrerausschuss von Mallorca veranstaltet eine Demonstration vor dem Parlament.
ARA Balears
17/03/2026
2 min

PalmeLehrer auf Mallorca Sie haben ihren Unmut kundgetan. Während der Plenarsitzung des Parlaments verlas der Ausschuss des nicht-universitären Lehrpersonals, bestehend aus den Gewerkschaften des Sektors, eine Erklärung, in der er die Führung des Bildungsministeriums und die „Unwahrheit“ von Minister Antoni Vera anprangerte. Während der Verlesung pfiffen die Gewerkschaftsmitglieder, was als Protestzeichen im Plenarsaal deutlich hörbar war. Zeitgleich fanden auch Demonstrationen auf Ibiza und Menorca statt. Laut dem von der Ausschussvorsitzenden Catalina Bibiloni verfassten Manifest war der Umgang mit der Frist für die Wettbewerbsprüfung 2026 aufgrund der mangelnden Verhandlungsbereitschaft des Ministeriums „der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte“. Darüber hinaus betonten die Lehrkräfte, dass das Rahmenabkommen zur Verbesserung des öffentlichen Bildungswesens von 2023 „trotz der Behauptungen der Regierung, es werde schrittweise umgesetzt“, nicht vollständig umgesetzt worden sei.

Unter den noch offenen Fragen erinnerte der Vorstand an die dritte Zusatzbestimmung des Bildungsgesetzes der Balearen (LEIB), die besagt, dass die Bildungsverwaltung innerhalb von zwei Jahren nach Inkrafttreten dieses Gesetzes einen Plan zur schrittweisen Senkung der in den Grundvorschriften festgelegten maximalen Schüler-Lehrer-Verhältnisse entwickeln muss, um eine Mindestschülerzahl pro Klasse zu gewährleisten. Der Vorstand betonte außerdem die Notwendigkeit der Umsetzung des Bildungsinfrastrukturplans 2023–2027 zur Reduzierung der Klassengrößen um 20 Prozent, wie im Abkommen vorgesehen, und forderte eine effektive Überwachung seiner Umsetzung. Bezüglich der beruflichen Weiterentwicklung stellte der Vorstand fest, dass diese „bei Weitem nicht den Vorgaben des Verbesserungsabkommens entspricht“ und merkte an, dass das positive Wirtschaftsklima, das Ende einer rekordverdächtigen Tourismussaison und die hohen Steuereinnahmen der Verwaltung „eine deutliche und dringende Verbesserung des Lehrerberufs und dessen Angleichung an den Beruf des übrigen öffentlichen Dienstes ermöglichen sollten“. Laut dem Gremium verdiente eine Lehrkraft nach 30 Dienstjahren 565.700 € weniger als eine Pflegekraft und 141.075 € weniger als andere Beschäftigte im öffentlichen Dienst – ein Unterschied, den das Gremium als „gravierende Lohndiskriminierung“ bezeichnete.

Aufhebung des Plans zur sprachlichen Segregation

Lehrer kritisierten den von Bildungsminister Antoni Vera vorgeschlagenen Plan zur sprachlichen Segregation und forderten dessen Rücknahme, da dieser weder die Unterstützung eines Sozialpartners noch die Zustimmung eines Mitglieds der Bildungsgemeinschaft gefunden habe und sich zu einem Finanzierungsmechanismus für Privatschulen entwickelt habe. Gleichzeitig verlangten sie die dringende Umsetzung von Punkt 30 des Abkommens von 2023, der einen umfassenden Plan sozialpädagogischer Maßnahmen zur Förderung des katalanischen Sprachgebrauchs an Schulen vorsieht und über die bloße Erhöhung der Stundenzahl des PALIC-Programms und die Bereitstellung von Sprachförderkräften hinausgeht. Weitere von den Lehrern angesprochene Punkte sind der Bürokratieabbau, der Plan für Klimaanlagen gegen extreme Hitze und Kälte, Verbesserungen des Sozialfonds und eine Überprüfung der Nachhilfefunktion – „Wo bleiben die 60 Euro Nachhilfezuschuss, die ab September 2025 gezahlt werden sollten?“ „Das bezahlte Sabbatical.“

Abschließend äußerte der Vorstand seine Ablehnung der Bildungspolitik der Volkspartei und warnte, dass die Privatisierungsschritte „unumkehrbar“ seien. Dies betreffe unter anderem die Bereiche Kinderbetreuung (0–3 Jahre), Berufsausbildung, die Auflösung des Netzes der Lehrerbildungszentren sowie die Entstehung einer mit einem religiösen Zentrum verbundenen Ausbildungseinrichtung. Zudem kritisierte der Vorstand die Verkleinerung der Schulbezirke in Palma, die „zu einer verstärkten Segregation der Schüler führen wird“. In seiner Schlusserklärung betonte der Vorstand, dass es „an der Zeit sei, die Situation zu korrigieren und die öffentlichen Schulen, ihre Lehrkräfte und die gesamte Bildungsgemeinschaft in den Mittelpunkt der Bildungspolitik zu stellen“. Er forderte „eine qualitativ hochwertige, inklusive öffentliche Bildung in katalanischer Sprache, die ein grundlegendes Element für den sozialen Zusammenhalt und das Lernen darstellt“.

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