Erbe

Die Menorquinerin verkauft kein Punky-Eis mehr: „Man schämt sich zu sehr, danach zu fragen.“

Erwachsene erinnern sich gern an ihn, aber laut La Menorquina haben Schüchternheit und der sich wandelnde Geschmack der jungen Leute seine Karriere beendet.

Das „Punky“-Eis von La Menorquina
Akt. vor 13 min
1 min

PalmeLa Menorquina hat die Produktion von Punky eingestellt, einer der traditionsreichsten und bekanntesten Eissorten der Balearen – eine Marke, die die Kindheit vieler Generationen geprägt hat. Dies ist ein weiteres Beispiel für den Verlust traditioneller Produkte und Elemente, den der Archipel in den letzten Jahren nach und nach eingebüßt hat. Laccaos Abschiedals mallorquinisches Produkt, um zu werden 100% KatalanischNun verschwindet auch Punky.

Das Vanilleeis von La Menorquina war in den Sommermonaten eher wegen seines Aussehens als wegen seines Geschmacks beliebt und wurde häufig bestellt. Tatsächlich erinnert sich fast jeder daran, es irgendwann einmal gegessen zu haben, aber viele wissen nicht mehr, welche Sorte es war oder wie es schmeckte. Der freundliche Pinguin mit dem roten Schopf war jahrzehntelang fester Bestandteil der Spiele und Haushalte der Balearen, doch nun ist sein Abschied gekommen.

Wie das Unternehmen in einem Social-Media-Beitrag erklärte, ist der Grund für die Entfernung des Eises aus dem Sortiment von La Menorquina rein wirtschaftlicher Natur. Der erste Satz des Beitrags lautet: „Der Markt hat gesprochen.“ Weiter heißt es, die heutigen Generationen „suchen nach anderen Dingen“, während Erwachsene sich zwar gern daran erinnern, sich aber schämen, öffentlich danach zu fragen. Man betont, dass „die Schüchternheit den Absatz beeinträchtigt hat“. „Punky verlässt uns. Leb wohl. Danke für so viele Sommer“, schließt das Unternehmen. Der Beitrag erhielt zahlreiche Kommentare von Inselbewohnern, die das Verschwinden eines Eises bedauern, „das die Kindheit vieler Generationen geprägt hat“. Einige merken an: „Man weiß erst zu schätzen, was man hat, wenn man es verliert“, und beziehen sich damit auf den Umsatzrückgang und das allmähliche Verschwinden dieses Teils der Inselkultur und -tradition.

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