Kontroverse

Der ultraliberale ehemalige Cs-Abgeordnete Marcos de Quinto, Redner beim Menorca-Tag, hat keinerlei Verbindung zu der Insel.

Más por Menorca verurteilt die PP für die Politisierung dieses institutionellen Ereignisses.

Marcos de Quinto, zusammen mit Begoña Villacís.
07/01/2026
2 min

PalmeDer menorcaische Nationalrat hat den ultraliberalen Ökonomen und ehemaligen Ciudadanos-Abgeordneten Marcos de Quinto zum Redner der Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag am 17. Januar ernannt. De Quinto hat über diese Ernennung hinaus keinerlei Verbindung zur Insel: Er hat nie dort gelebt, war in keiner Weise kulturell, wirtschaftlich oder sozial engagiert und ist keine Stimme mit wirklicher Präsenz auf Menorca. Más por Menorca kritisierte diese Wahl und wies die Entscheidung der von der PP geführten Regierung sowie die Politisierung der Veranstaltung zurück, die institutionell und nicht ideologisch sein sollte. „Wir betrachten es als Provokation, eine Person zu wählen, die Menorca fremd ist und den Werten, für die der menorcaische Nationalfeiertag steht, widerspricht. Wieder einmal nutzt die PP eine Veranstaltung, die dem Zusammenkommen, dem Konsens und den gemeinsamen Forderungen dienen sollte, um eine bestimmte ideologische Vision durchzusetzen und sie ihrer ursprünglichen Bedeutung zu berauben“, beklagten die menorcaischen Öko-Souveränisten und erinnerten die PP an den Inselrat von Joan Huguet.

„Marcos de Quinto hat keinerlei Verbindung zu Menorca – weder persönlich, beruflich noch kulturell. Er repräsentiert weder die Realität Menorcas noch die Werte, die unser Volk seit jeher verteidigt hat. Er ist eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens, bekannt für seine ultrakapitalistische Weltanschauung, die das menschliche Leben und die kollektiven Rechte auf eine rein wirtschaftliche Frage reduziert“, heißt es in der Erklärung von Más mit Bezug auf den Kolonialismus. „Der Diada del Pueblo de Menorca (Tag des Volkes von Menorca) darf nicht als Plattform für Reden dienen, die die Werte sozialer Gerechtigkeit, die Verwurzelung im Territorium und den Respekt vor seinen Bürgern leugnen“, so die Erklärung abschließend.

Quellen aus dem Leitungsteam des Menorca Council argumentierten laut der Zeitung, dass De Quintos Konferenz „eine fachkundige Perspektive auf das Thema Wohnen aus liberaler Sicht bieten wird“. MenorcaTatsächlich lautet der Titel des Parlaments Eine liberale Perspektive auf die WohnungsfrageDies geschieht zu einer Zeit, in der der Wohnungsmangel nicht nur auf dieser Insel, sondern auf den gesamten Balearen ein ernstes Problem darstellt und in der es keine staatlichen Maßnahmen zur Bewältigung dieser Notlage gibt.

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