Die Regierung widerspricht Aena und erklärt, der Flughafen sei erweitert worden.
Der erste Vizepräsident bedauert, dass Sánchez „eine gemeinsame Flughafenverwaltung kategorisch ablehnt“.
PalmeDer Erste Vizepräsident, Regierungssprecher und Finanzminister Antoni Costa warf der spanischen Regierung am Dienstag vor, eine gemeinsame Flughafenverwaltung zur Regulierung der Touristenströme kategorisch abzulehnen. Er merkte zudem an, dass entgegen den Behauptungen von Aena, dem Betreiber des Flughafens, „wenn man sich den Flughafen ansieht, ist auf der rechten Seite eine Erweiterung erkennbar“.
Costa, das Unternehmen, betonte zudem seine Abhängigkeit von der spanischen Regierung und der PSOE (Spanische Sozialistische Arbeiterpartei) und warnte, dass der Flughafen Son Sant Joan seine Passagierzahlen bis 2031 schrittweise auf 35 Millionen steigern werde. Diese Prognose werde zu einem Anstieg des Flugverkehrs führen, so Costa. Er verteidigte den Ansatz der Balearenregierung zur Bewältigung von Überlastung und Druck und erklärte, diese konzentriere sich auf die Reduzierung der Saisonalität. Er stellte auch die Möglichkeit erhöhter Flughafengebühren in Frage. Die Regierung werde, betonte er, weiterhin auf „zurückhaltenden Tourismus“ achten, insbesondere während der Hauptsaison. „Nach einem Jahr mit steigenden Touristenzahlen ist es uns gelungen, diese im Jahr 2025 einzudämmen“, sagte er, räumte aber ein, dass die Zahl der Ankünfte weiter steige. Dennoch beharrte er darauf, dass der Anstieg „0,7 % in der Hauptsaison und 1,7 % im Gesamtjahr“ betrage, was auf eine Reduzierung der Saisonalität hindeute. Costa äußerte sich so auf eine Frage des Sprechers von MÁS, Lluís Apesteguia, der betonte, dass der Tourismus ungebremst weiter wachse. „Unsere Wirtschaft ist krank, weil sie auf einer Monokultur basiert“, beklagte er. Zwischen November und März besuchten 677.622 deutsche Touristen den Tourismus.
Costa äußerte sich zeitgleich mit dem Vortrag von Bundespräsidentin Marga Prohens auf der Tourismusmesse ITB Berlin. In ihrem Vortrag verteidigte sie die tatsächliche Reduzierung der Saisonalität im Tourismus. Sie präsentierte Daten zum deutschen Tourismus. Zwischen November und März besuchten 677.622 deutsche Staatsbürger die Kanarischen Inseln, 13,3 % mehr als im Vorjahr und 33,5 % mehr als vor zwei Jahren. Diese Daten, so Costa, stützten die Strategie der Bundesregierung zur Reduzierung der Saisonalität.
Der Tourismusminister Jaume Bauzá erklärte seinerseits, dass 150 Strände mit Sensoren ausgestattet wurden, um Echtzeitinformationen über ihre Auslastung und den Zustand des Meeres zu erhalten, mit dem Ziel, die Touristenströme besser zu verteilen.