Die Ausgrabung des Talaiot 4 von Son Forners bringt eine einzigartige und voller Fragen steckende Struktur ans Licht

Die Fundstätte von Montuïri enthüllt ein quadratisches Talayot, das mit einer einzigartigen Technik und mit einer umgebauten zentralen Kammer erbaut wurde

Die Fundstätte von Son Forners.
Joan Socies
18/09/2026 - 08:27 h.
2 min

MontuïriGerade 51 Jahre nach den ersten Ausgrabungen, die die archäologische Geschichte von Montuïri und weit über die Stadt Pla hinaus für immer verändert haben (wie Vicenç Lull in diesem Interview erklärte), ist die Fundstätte von Son Fornés wieder in den Nachrichten. Diesen September hat das Archäologenteam des Archäologischen Museums von Son Fornés seine Bemühungen auf das Gehege direkt hinter den Häusern des Anwesens konzentriert. Eine Fundstätte, auf halbem Weg zwischen den Talayots von Sabor und den bereits bekannten großen Talayots des Anwesens. Dort hat das, was ursprünglich als der „neue“ Talayot bekannt war, begonnen, seine bestgehüteten Geheimnisse zu enthüllen. Im Moment weder große Steine, noch rund.

Die Arbeiten dieser Kampagne haben einen quadratischen Talaiot mit sehr einzigartigen Merkmalen freigelegt. Das Gebäude wurde aus eher kleinen Steinen errichtet und weist Anzeichen einer späteren Innenrenovierung auf. Diese Umgestaltung verkleinerte den Raum der zentralen Kammer, die sich um die klassische zentrale Steinsäule organisiert; in diesem Fall besteht der Pfeiler nur aus zwei Steinen.

Eine im Inneren des Talayots gefundene Tasse.
Der zentrale Pfeiler besteht aus zwei großen Steinen.

Eines der interessantesten Details erklärt die Archäologin Bea Palomar sehr anschaulich, wenn sie über die verwendete Bautechnik sagt: "Wenn man heute das Talayot Stein für Stein abtragen könnte, würde man sehen, wie der Fels, auf dem es ruht, stufenförmig ausgehoben wurde. Die gleichen Steinblöcke, die aus dem Muttergestein gehauen und entnommen wurden, dienten anschließend dazu, die Mauern desselben Bauwerks zu errichten".

Was die genaue Funktion dieses Raumes betrifft, so bleibt die Fundstätte vorerst ein Rätsel. Aus dem Inneren wurde nur wenig archäologisches Material geborgen, eine Knappheit, die die Forscher bei der Bestimmung der konkreten Nutzung vorsichtig sein lässt. Diese noch detailliert zu untersuchenden Überreste sollten in den kommenden Wochen Licht ins Dunkel bringen.

Die diesjährige Kampagne zählt zudem mit dem Mehrwert der Teilnahme von Vicenç Lull, einem der bedeutendsten Namen in der Erforschung von Son Fornés seit ihren Anfängen. Mehr als ein halbes Jahrhundert nach den ersten Grabungen im Gelände zeigt die Fundstätte, dass sie noch viele Seiten unserer Vorgeschichte zu schreiben hat.

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