Demonstration gegen Massentourismus in Sóller für den 8. August aufrufen

Die Organisationen prangern die Auswirkungen des Tourismusmodells auf Wohnraum, Mobilität und lokalen Handel an und versichern, dass "Sóller seine Grenzen längst überschritten hat".

Eine Straße in Sóller während der Touristensaison.
ARA Balears
Akt. vor 16 min
2 min

PalmaDie Jugendbewegung von Sóller und die Plattform Weniger Tourismus, Mehr Leben haben für den 8. August zu einer neuen Mobilisierung gegen die Touristifizierung der Gemeinde aufgerufen. Die Organisationen rufen dazu auf, auf die Straße zu gehen, um die Auswirkungen des Tourismusmodells auf die Stadt anzuprangern und Maßnahmen zur Begrenzung des Wachstums zu fordern.

Der Aufruf erfolgt am Vorabend der für diesen Sonntag in Palma geplanten Demonstration gegen die touristische Überfüllung. Die Organisatoren sind der Ansicht, dass die Mobilisierung von Sóller die Proteste fortsetzt, die in den letzten Monaten auf ganz Mallorca an Stärke gewonnen haben.

In dem am Donnerstag veröffentlichten Manifest versichern die Organisationen, dass die Touristifizierung Probleme wie den Mangel an öffentlichen Verkehrsmitteln und Parkplätzen, die Zunahme von Mietwagen, die Verbreitung von touristischen Unterkünften und die Immobilienspekulation verschärft. Sie prangern auch an, dass der lokale Handel zunehmend durch geschäfte ersetzt wird, die auf Besucher ausgerichtet sind.

Das Plakat der Demonstration

Die Organisatoren warnen, dass das Sóller-Tal "ein geschützter Raum mit begrenzter Kapazität" ist, der nicht länger "wie eine Kulisse für den Massenkonsum" behandelt werden kann. In diesem Sinne kritisieren sie, dass weiterhin Tourismusrekorde gefeiert werden, während, wie sie versichern, der Druck auf das Territorium zunimmt und sich die Lebensbedingungen der Einwohner verschlechtern.

Nach Ansicht der Organisationen hat die Gemeinde "schon seit langem ihre Grenzen überschritten" und sie sind der Ansicht, dass das aktuelle Modell sowohl die Landschaft als auch die Lebensqualität der Bevölkerung verschlechtert. Deshalb vertreten sie die Ansicht, dass die Antwort nicht auf Wahlversprechen beschränkt sein kann, sondern "den touristischen Monokulturen von Grund auf" in Frage stellen muss.

Schließlich behaupten die Moviment Jove de Sóller und Menys Turisme, Més Vida, dass die institutionelle Politik nicht in der Lage war, die strukturellen Ursachen der Touristifizierung anzugehen, und fordern die zivilgesellschaftliche Mobilisierung als Werkzeug zur Förderung von Veränderungen. "Heute erhebt Sóller seine Stimme, aber immer mehr Dörfer auf Mallorca werden klare und quantifizierbare Grenzen fordern", schließt das Manifest.

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