Tierwohl

Mobilisierungen auf dem Friedhof von Son Reus wegen prekärer Arbeitsbedingungen und mangelnder Sicherheit

Die Gewerkschaft meldet ständige biologische Risiken, mangelnden Schutz und unzureichende Fahrzeuge im städtischen Dienst von Palma und fordert die „dringende“ Eröffnung einer eigenen Vereinbarung mit dem Konzessionsunternehmen Athisa.

Hundezwinger von Son Reus.
Ara Balears
26/06/2026
2 min

PalmaDie Arbeitssituation in der städtischen Tierkörperbeseitigungsanlage von Son Reus in Palma ist in eine offene Konfliktphase getreten. Die Gewerkschaft UGT hat ab dem 17. Juli Arbeitsniederlegungen der Belegschaft angekündigt, angesichts der „ernsten Arbeitsplatzunsicherheit“ und des Mangels an Sicherheit in einer Dienstleistung, die sie als für die Stadt unerlässlich erachtet.

Die Proteste folgen auf monatelange Spannungen mit dem Konzessionsunternehmen Athisa, dem die Gewerkschaft vorwirft, nicht auf die Forderungen der Arbeitnehmer nach einem Treffen reagiert zu haben, sowie auf mangelnde effektive Reaktion der Stadt Palma, um den Konflikt zu lösen.

Die UGT fordert die „dringende“ Aufnahme von Verhandlungen für einen eigenen Unternehmensvertrag, der es ermöglicht, Arbeitsbedingungen zu würdigen, die laut ihrer Aussage „bedauerlich“ und mit den Funktionen des Dienstes unvereinbar sind.

Ständige biologische Gefahr und mangelnde Sicherheit

Die Gewerkschaft warnt, dass die Belegschaft in einer Umgebung ständiger biologischer Gefährdung arbeitet, mit Exposition gegenüber Krankheiten wie Tollwut, Leptospirose oder Krätze. Sie erinnert auch an den Angriff eines Hundes auf zwei Arbeiter am vergangenen 1. Dezember, eine Episode, die laut Beschwerde nicht zu ausreichenden Verbesserungen in der Sicherheit und im Arbeitsschutz geführt hat.

Zu den von den Gewerkschaftskontrollen festgestellten Mängeln gehören Fahrzeuge ohne Zugang rampen, ohne individuelle Käfige oder angemessene Belüftung, sowie das Fehlen von abgeteilten Tränken und Maßnahmen zur Bewältigung hoher Temperaturen.

Dazu kommt die mangelnde Versorgung der Belegschaft mit Trinkwasser und Einrichtungen, die laut UGT die sichere Isolierung der Tiere nicht gewährleisten.

Unzureichende Ausrüstung und mögliche Rechtsverstöße

Die Gewerkschaft prangert auch an, dass die Schutzausrüstung unzureichend ist: Patrouillen werden oft mit begrenztem Material durchgeführt —ein Schutzanzug und ein Schild pro Paar— und mit Rückhaltemitteln, die als unangemessen erachtet werden.

Aus all diesen Gründen warnt die UGT, dass die derzeitigen Bedingungen die Einhaltung der geltenden Tierschutzvorschriften behindern könnten, und betrachtet den Konflikt als ein arbeits-, sanitäres und auch öffentliches Serviceproblem.

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