Am Tag der Sonnenfinsternis, hohes oder extremes Brandrisiko

Der Aemet behält am Mittwoch, zeitgleich mit der totalen Sonnenfinsternis, sehr hohe oder extreme Gefahrenstufen auf einem Großteil der Balearen bei

Thermometer der Straßen von Palma.
09/08/2026 - 16:13 h.
2 min

PalmaAm Mittwoch, dem 12. August, zeitgleich mit der totalen Sonnenfinsternis, sehen sich die Balearen in weiten Teilen des Gebiets einem Tag mit sehr hohem oder extremem Waldbrandrisiko gegenüber. Dies ist nicht nur eine Folge der hohen Temperaturen: Der von der Staatlichen Meteorologischen Agentur (Aemet) in diesem Jahr verwendete Index kombiniert verschiedene meteorologische und umweltbedingte Faktoren, um zu bestimmen, wie günstig die Entstehung und Ausbreitung eines Brandes ist.

Was erhöht das Risiko?

Der neue Waldbrandgefahrenindex (IPIF) der Aemet berücksichtigt unter anderem die Temperatur, die relative Luftfeuchtigkeit, den Wind und den Niederschlag der letzten 24 Stunden. Das System berücksichtigt aber auch Elemente, die ein vollständigeres Bild des Zustands des Gebiets ermöglichen: die Bodenfeuchtigkeit, den Zustand der Vegetation und die Bodennutzung.

Das ist wichtig, denn es reicht nicht, dass es sehr heiß ist, damit das Risiko extrem ist. Eine hohe Temperatur in Kombination mit sehr trockener Vegetation und geringer Bodenfeuchtigkeit bedeutet, dass mehr Brennmaterial für die Flammen zur Verfügung steht. Wenn es zusätzlich Wind gibt, kann sich das Feuer schneller ausbreiten. Die Aemet erklärt, dass der Wind besonders wichtig ist, um die Ausbreitungsfähigkeit eines Feuers abzuschätzen.

Hitze ist einer der Faktoren, aber nicht der einzige

Die für Mittwoch vorhergesagten 35 Grad sind nicht der einzige Faktor, der das Risikoniveau erklärt. Aemet berücksichtigt auch die Luftfeuchtigkeit, den Wind, die Niederschlagsmenge, die Bodenfeuchtigkeit und den Zustand der Vegetation. Mitten im August kann trockene Vegetation als Brennstoff dienen, und wenn die Luftfeuchtigkeit niedrig ist, kann jede Zündung eine schnelle Ausbreitung begünstigen.

Der Wind ist ebenfalls besonders wichtig, da er den Vormarsch der Flammen beschleunigen und die Bekämpfung erschweren kann. Daher können zwei Gebiete mit der gleichen Temperatur ein unterschiedliches Brandrisiko aufweisen, je nach Zustand des Bodens, der Vegetation und den Wetterbedingungen jedes Ortes.

Und was ist mit der Sonnenfinsternis?

Die Sonnenfinsternis verursacht keine Brandgefahr. Was diesen Tag besonders heikel macht, ist, dass er mit einer meteorologischen und umweltbedingten Situation mit hoher Gefahr zusammenfällt.

Darüber hinaus wird die Sonnenfinsternis dazu führen, dass viele Menschen in offene Räume, ländliche Gebiete und erhöhte Punkte reisen, um das Phänomen zu beobachten. Aus diesem Grund empfehlen die Behörden an einem Tag mit sehr hohem oder extremem Gefahrenniveau, äußerste Vorsicht walten zu lassen und jedes Verhalten zu vermeiden, das einen Brand verursachen könnte.

Kein Feuer machen, keine Zigarettenstummel wegwerfen und keine Abfälle hinterlassen, die als Zündquelle dienen könnten, sind einige der grundlegenden Vorsichtsmaßnahmen.

Ein genauerer Index als in früheren Jahren

Im Jahr 2026 hat Aemet den neuen IPIF gestartet, der das bisherige System ersetzt und mehr Informationen über die Bedingungen des Territoriums enthält. Auch die Auflösung wurde erhöht: Sie wechselt von Fünf-Kilometer-Gittern zu einer Auflösung von einem Kilometer, was eine bessere Erkennung von Risikounterschieden zwischen nahegelegenen Gebieten ermöglicht.

Das System legt sechs Gefahrenstufen fest: sehr gering, gering, mäßig, hoch, sehr hoch und extrem. Diese Kategorien dienen als Indikator sowohl für die Wahrscheinlichkeit des Ausbruchs eines Brandes als auch für die mögliche Ausdehnung und Intensität, die er erreichen kann.

stats