Hunderte tote Fische und Tausende in Gefahr im Riuet de l’Illot
Das Einleiten von Abwasser, der durch den Sturm mitgerissene Schmutz und der Mangel an Wassererneuerung verschlimmern die Situation des Feuchtgebiets
ManacorHunderte tote Fische und Tausende weitere in Gefahr. Dies ist das Bild, das der Riuet de l’Illot, ein Feuchtgebiet zwischen den Gemeinden Manacor und Sant Llorenç des Cardassar, an diesem Wochenende hinterlassen hat. Die jüngsten Regenfälle und starken Winde, die vor allem die Küste von Manacor zwischen Donnerstag und Freitag betrafen, haben Schmutz und Müllreste in den Riuet gespült, zu denen noch die Abwässer aus Fäkalien hinzukommen, die in der Gegend immer noch anfallen.
Meeräschen, Wolfsbarsche, Groppen, Sardinen, eine große Menge Aale, Miesmuscheln, Garnelen und Dornhaie treiben im Wasser und warten darauf, entfernt zu werden. Fischer aus der Gegend warnen, dass die hohen Temperaturen, die Luftfeuchtigkeit und der Windwechsel die Situation verschlimmern und in den nächsten Stunden einen starken Gestank verursachen könnten. „In ein paar Stunden wird das alles unerträglich stinken. Tatsächlich tut es das schon. Seit Jahren wird hier nichts getan, und deshalb passieren diese Dinge“, erklären sie.
Die Situation wurde durch den Mangel an Frischwasser verschärft. Die Leitungen, die dem Riuet Wasser von der anderen Seite des Strandes von Illot, im Gemeindegebiet von Sant Llorenç des Cardassar, zuführen, funktionierten bis vor kurzem nicht normal.
Einige Anwohner des Riuet erklären, dass die Wasserzufuhr unregelmäßig und unzureichend ist, und prangern den mangelnden Unterhalt der Anlage an. Diese Situation führt dazu, dass die Fische aufgrund des Sauerstoffmangels im Wasser Schwierigkeiten haben zu überleben.
Als die Leitungen in Betrieb genommen wurden, waren Schwärme von Fischen um die Wasseraustritte herum zu sehen, die versuchten zu überleben. Andere, bereits halb tot, streckten ihre Münder aus dem Wasser und bewegten sich kaum noch. Die Brunnen reichten nicht aus, um das Wasser des Feuchtgebiets zu erneuern.
Die vom Fotografen Pedro Riera aufgenommenen Bilder zeigen das Ausmaß des Fischsterbens, mit zahlreichen Fischen, die im Wasser treiben, und einer großen Anzahl von Exemplaren, die sich an verschiedenen Stellen des Riuet konzentrieren.
Die Situation rückt erneut die Instandhaltung des Riuet de l'Illot in den Fokus, eines Feuchtgebiets, das regelmäßig Gegenstand von Beschwerden der Anwohner über seinen Erhaltungszustand und die Wasserqualität ist.