Arrels Marines fordert die Wiederherstellung der Strände des Hafens von Pollença und die Verbesserung der Wasserqualität

Dutzende von Menschen nehmen an einem Protesttag teil, um Verschmutzungen, illegales Ankern und die Verschlechterung der Küste anzuprangern

Menschenkette bei der Protestaktion von Arrels Marines
23/08/2026 - 13:33 h.
2 min

Pollença"Wir wollen wieder im Hafen schwimmen!". Unter diesem Motto haben sich am Sonntag Dutzende Menschen im Hafen von Pollença versammelt, bei einer von Arrels Marines einberufenen Veranstaltung, um Verbesserungen der Wasserqualität zu fordern und die Küste für die Anwohner zurückzugewinnen.

Die Initiative entstand durch eine Social-Media-Kampagne, die auf einer sehr einfachen Frage basierte: Warum entscheiden sich immer mehr Menschen aus Port de Pollença dagegen, an den Stränden von Moll schwimmen zu gehen und fahren stattdessen in andere Gebiete? Laut Arrels Marines gibt es hinter dieser Situation mehrere Probleme, die sich über Jahre angesammelt haben, wie zum Beispiel die Einleitung von Abwässern, unregelmäßige Ankerungen und die Degradation einiger Gebiete der Bucht.

Ein Protest im Wasser

Die Veranstaltung begann um 10 Uhr am Passeig de Voramar mit einem Vorschlag, der Forderung mit spielerischen Aktivitäten verband. Die Teilnehmer bildeten eine menschliche Kette am Strand und verlasen ein Manifest mit den wichtigsten Forderungen der Organisation.

Nach dem fordernden Teil nahmen die Kleinsten an einem Schwimmreif-Rennen teil und es wurden verschiedene Strandspiele gespielt. Ziel war es gerade, den Raum, den Arrels Marines als einen Ort, der wieder zum üblichen Baden für die Anwohner werden sollte, betrachtet, wenn auch nur symbolisch, zurückzugewinnen.

Die Organisation, die 2020 in Pollença gegründet wurde, konzentriert einen Großteil ihrer Aktivitäten auf die Bucht von Pollença und vertritt die Ansicht, dass man nicht von einer vollständig degradierten Bucht sprechen kann, sondern dass es konkrete Zonen mit besonders hohem Druck gibt. Unter diesen nennt sie den inneren Sektor zwischen der Militärbasis und dem Yachtclub, wo sie Probleme im Zusammenhang mit Ankerplätzen, Abwässern und Umweltverschmutzung festgestellt hat.

Was fordert Arrels Marines?

Eine der Hauptforderungen ist die Ausarbeitung eines Leitplans für die Kanalisation des Hafens von Pollença, die schrittweise Erneuerung des Abwassernetzes und die Bereitstellung von Systemen zur schnelleren Erkennung von Lecks. Ziel ist es, mögliche Einleitungen zu reduzieren, die die Küste beeinträchtigen.

In Bezug auf die Ankerplätze fordert die Organisation die Erstellung eines Inventars unregelmäßiger Ankerplätze, die Entfernung aufgegebener Gegenstände vom Meeresboden und die Untersuchung der Kapazität eines zukünftigen Bojenfeldes. Sie schlägt auch vor, das Anlegersystem zu überprüfen, um sicherzustellen, dass die lokale Bevölkerung weiterhin Zugang zum Meer hat.

Arrels Marines schlägt außerdem vor, die Geschwindigkeit von Booten zu begrenzen, ein Pilotprojekt zur Renaturierung der am stärksten geschädigten Küstenabschnitte zu initiieren und eine städtische Verordnung auszuarbeiten, die die verschiedenen Nutzungen der Strände regelt.

Ein seit Jahren gefordertes Problem

Die Situation der Ankerplätze und des Mülls am Meeresboden der Bucht ist nicht neu. Bei einer gemeinsamen Aktion von Ports IB und dem Rathaus von Pollença wurden fast 30 Kubikmeter Müll vom Meeresboden entfernt, darunter verlassene Ankerplätze und schlecht erhaltene Boote. Arrels Marines nahm an dieser Aktion mit anderen lokalen Organisationen teil.

Jetzt, mit 'Wir wollen wieder am Moll schwimmen!', will der Verein den Fokus auf eine Frage legen, die über den Umweltschutz hinausgeht: dass die Anwohner die Küste des Hafens von Pollença wieder als ihren eigenen und sicheren Raum zum Schwimmen und Genießen des Meeres empfinden können.

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