Vier verlorene Jahre: Manacor protestiert heftig gegen die Regierung wegen des neuen Gesundheitszentrums
Der Stadtrat verurteilt die Verzögerung der Balearenregierung bei der Ablehnung des Grundstücks am Paseo del Ferrocarril trotz anfänglich positiver Berichte und fordert Erklärungen sowie eine dringende Lösung für die Überlastung des Gesundheitswesens.
PalmeDer Stadtrat von Manacor kritisierte am Dienstag die Regierung der Balearen, weil diese fast vier Jahre brauchte, um das vom Stadtrat für den Bau eines neuen Gesundheitszentrums abgetretene Grundstück abzulehnen. Bürgermeister Miquel Oliver äußerte sich „zutiefst überrascht und beunruhigt“ über die späte Entscheidung, die seiner Ansicht nach den Kriterien und Gutachten widerspreche, die das Projekt zuvor unterstützt hatten. Die Ablehnung der Regierung erfolgte nach einem negativen Bericht der Generaldirektion für Wasserressourcen. Diese kam zu dem Schluss, dass das 2022 abgetretene Grundstück am Paseo del Ferrocarril in einer bevorzugten Wasserflusszone liege und somit die Fortsetzung des Verfahrens verhindere. Der Stadtrat weist jedoch darauf hin, dass sowohl das Gesundheitsministerium als auch die Generaldirektion für Wasserressourcen zuvor positive Gutachten erstellt hatten, ebenso wie die im aktuellen Flächennutzungsplan enthaltene Hochwasserrisikostudie.
„Es ist eine überraschende und inakzeptable Entscheidung nach vierjährigen Verhandlungen und nachdem sie in der Öffentlichkeit hohe Erwartungen geweckt hatte“, erklärte Oliver. Er betonte, dass das Projekt ursprünglich von der katalanischen Regierung selbst initiiert und genehmigt worden war. Der Bürgermeister kündigte an, dass der Stadtrat von den Verantwortlichen des Gesundheitswesens sowohl technische als auch politische Erklärungen fordern werde.
Eine wichtige Einrichtung, deren Fertigstellung ohne Alternative verschoben wurde.
Die Ablehnung des vorgeschlagenen Standorts kommt für Manacor zu einem besonders kritischen Zeitpunkt. Die Gemeinde verfügt nur über ein einziges Gesundheitszentrum, das 1990 eröffnet wurde und seit geraumer Zeit voll ausgelastet ist. Quellen im Rathaus warnen, dass die Verzögerung bei der Entscheidungsfindung die Reaktionsfähigkeit des lokalen Gesundheitssystems ernsthaft beeinträchtigt, insbesondere in einer wachsenden Stadt mit erheblichem saisonalem Besucheraufkommen. Laut städtischen Daten steigt das Einzugsgebiet in den Sommermonaten aufgrund des Besucheransturms auf über 200.000 Einwohner. „Dies ist keine neue Forderung, sondern ein dringendes Bedürfnis“, betonen Vertreter der Stadtverwaltung. Auch der Stadtrat äußerte Bedenken hinsichtlich des fortschreitenden Leistungsverlusts im Krankenhaus von Manacor – eine Forderung, die von fast vierzig sozialen Organisationen und Gruppen in der Region unterstützt wird. Treffen zur Klärung der Kriterien sind geplant.
Als Reaktion auf die Situation hat der Bürgermeister ein baldiges Treffen mit dem Generaldirektor der Wasserbehörde angekündigt, um die Gründe für den Positionswechsel zu klären und mögliche Alternativen zur Wiederaufnahme des Projekts zu prüfen. Der Stadtrat warnt jedoch, dass er so lange kritisch gegenüber der Entscheidung bleiben wird, bis stichhaltige und transparente technische Argumente vorgelegt werden, da er sie für ungerechtfertigt und nachteilig für Manacor hält. „Vier Jahre später fehlt der Gemeinde immer noch ein neues Gesundheitszentrum und eine klare Lösung“, resümiert Oliver und fordert von der Regierung eine schnelle und wirksame Reaktion, um eine angemessene Gesundheitsversorgung für die Stadt und ihr Umland zu gewährleisten.