Die Staatsanwaltschaft für Korruptionsbekämpfung fordert die Anklage eines katalanischen Parlamentariers wegen Bestechung
Der Politiker ist bereits im Fall der ITV wegen des Verbrechens des Einflusshandels angeklagt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Abgeordneten vor, angeblich 30.000 Euro von einem Unternehmer verlangt zu haben, um für das Gesetz über industrielle Sicherheit zu stimmen.
BarcelonaDie Staatsanwaltschaft für Korruptionsbekämpfung hat die Strafkammer des Obersten Gerichtshofs von Katalonien aufgefordert, den katalanischen Parlamentarier O. P. F. als möglichen Täter eines Bestechungsdelikts in einem separaten Verfahren zum Fall ITV anzuklagen.
Zusammen mit dem genannten Parlamentarier sind auch seine Frau, A.V.M., und die Unternehmer R.P.V. und S.A.J. beteiligt.
Laut der Staatsanwaltschaft wurde das O.P.F. zugeschriebene mögliche Vergehen während der parlamentarischen Behandlung des Gesetzes über industrielle Sicherheit begangen, das am 23. Juli 2008 im Amtsblatt des Parlaments veröffentlicht wurde. Laut Quellen der Staatsanwaltschaft wurde im Zuge der Ermittlungen im Fall ITV aufgedeckt, dass angeblich einer der Unternehmer Pujol die günstige Stimme für seine Interessen verlangt hätte und O.P.F. 30.000 Euro verlangt hätte.
O.P.F. ist bereits im Fall ITV wegen Einflussnahme angeklagt. Laut dem TSJC hätte er sein „politisches Gewicht“ genutzt, um sich und seinen „Freunden“ wirtschaftliche Vorteile zu verschaffen. Laut dem Obersten Gerichtshof deutet alles darauf hin, dass Pujol seine Rolle als Generalsekretär der CDC und insbesondere als Präsident seiner Fraktion genutzt hätte, um die übrigen Angeklagten in der Verschwörung „zu koordinieren und zu leiten“ und sie bei der Erlangung der Vergabe eines ITV-Los „zu unterstützen“, was das Recht auf freien Wettbewerb verletzt.