Prozess gegen einen Mann wegen der mehr als 300-fachen Vergewaltigung seiner jungen Nichte auf Mallorca

Die Staatsanwaltschaft fordert eine zwölfjährige Haftstrafe für den Angeklagten, der das Opfer angeblich vier Jahre lang ausgenutzt hat, indem er die Tatsache ausnutzte, dass sie im selben Haus wohnten.

In Polizeigewahrsam.
ARA Balears
22/02/2026
1 min

PalmeDas Provinzgericht der Balearen verhandelt diesen Donnerstag den Fall eines Mannes wegen wiederholten sexuellen Missbrauchs. Ihm wird vorgeworfen, das Leben seiner Nichte, eines minderjährigen Mädchens mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS), fast vier Jahre lang in die Hölle sexueller Gewalt verwandelt zu haben. Laut Staatsanwaltschaft begann der Missbrauch 2012 zunächst sporadisch, als das Mädchen bei ihrem Onkel übernachtete. Ab 2015 verschlimmerte sich die Situation jedoch, als das Opfer mit ihrem Peiniger unter einem Dach lebte. Die Staatsanwaltschaft schätzt, dass der Mann das Mädchen mindestens sieben Mal im Monat berührte und penetrierte. Dies ergibt eine Mindestzahl von 336 Übergriffen, die die Grundlage für den Antrag auf eine zwölfjährige Haftstrafe wegen fortgesetzten sexuellen Missbrauchs eines Kindes bildet. Die Folgen des Lebens in diesem gewalttätigen Umfeld haben bei dem Opfer tiefe psychische Narben hinterlassen, die durch ihre bereits bestehende Erkrankung noch verschlimmert wurden. Seit März 2019 ist es dem Mann untersagt, sich der jungen Frau auf weniger als 500 Meter zu nähern. Diese Vorsichtsmaßnahme blieb bis zum Prozessbeginn in Kraft. Zusätzlich zur Haftstrafe fordert die Staatsanwaltschaft 15.000 Euro Schadensersatz für das Opfer. Im Prozess, der um 9:30 Uhr in der Ersten Kammer beginnt, soll die Verantwortung für Ereignisse geklärt werden, die jahrelang im engsten Familienkreis verborgen blieben.

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