Margalida Capellà, die Glöcknerin, die mit neuen Technologien den Griechisch- und Lateinunterricht revolutionierte, ist gestorben.

Als Professorin für Griechisch und außerordentliche Professorin an der UAB war sie eine Schlüsselfigur bei der pädagogischen Erneuerung der klassischen Sprachen in Katalonien.

Margalida Capellà Soler
Bruno Rodríguez
02/02/2026
1 min

PalmeDie Welt der Altertumswissenschaften trauert um Margalida Capellà Soler, eine gebürtige Campaneterin, Griechischlehrerin an einem Gymnasium und eine der einflussreichsten Stimmen in der Modernisierung des Griechisch- und Lateinunterrichts in Katalonien. Capellà zeichnete sich dadurch aus, dass sie mit der Vorstellung von den klassischen Sprachen als „toten Sprachen“ brach, Pionierarbeit bei der Integration neuer Technologien in den Unterricht leistete und innovative Methoden förderte, die den Schülern die klassische Welt aus einer lebendigen, zeitgemäßen und realitätsnahen Perspektive näherbrachten.

Sie war Professorin für Griechisch am Institut Premià de Mar und seit 2019 außerordentliche Professorin an der Autonomen Universität Barcelona (UAB). Im Laufe ihrer Karriere bekleidete sie zudem Positionen im Bildungsmanagement, unter anderem die Leitung der Katalanisch-Abteilung am Institut Premià. Ihr Engagement in Lehre und Öffentlichkeitsarbeit machte sie zu einem Vorbild für mehrere Generationen von Lehrenden und Studierenden, insbesondere durch ihren Einsatz für eine humanistische Bildung, die den Anforderungen der modernen Zeit gerecht wird, ohne dabei an akademischer Strenge einzubüßen.

Sein intellektuelles und kreatives Erbe lebt auch im kulturellen und audiovisuellen Bereich durch seine Tochter Valèria Cuní, die Regisseurin des Kurzfilms, fort. Sommerfriedhof (2025). Das Werk, das in den 1960er Jahren auf Mallorca spielt, erkundet das emotionale und sexuelle Erwachen einer Teenagerin im Kontext von Tourismus und familiären Bindungen und wurde vom Stadtrat von Campanet und der Fundació Baleària gefördert.

Der Tod von Margalida Capellà hinterlässt eine tiefe Lücke in der Bildungs- und Kulturwelt, aber auch einen bleibenden Eindruck in unserem Verständnis und unserer Vermittlung klassischer Sprachen als lebendigen Bestandteil der Gegenwart.

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