Margalida Capellà, die Glöcknerin, die mit neuen Technologien den Griechisch- und Lateinunterricht revolutionierte, ist gestorben.

Als Professorin für Griechisch und außerordentliche Professorin an der UAB war sie eine Schlüsselfigur bei der pädagogischen Erneuerung der klassischen Sprachen in Katalonien.

Margalida Capellà Soler
Bruno Rodríguez
01/02/2026
1 min

PalmeDie Welt der Altertumswissenschaften trauert um Margalida Capellà Soler, eine gebürtige Campaneterin, Griechischlehrerin an einer weiterführenden Schule und eine der einflussreichsten Stimmen in der Modernisierung des Griechisch- und Lateinunterrichts in Katalonien. Capellà zeichnete sich dadurch aus, dass sie mit der Vorstellung von den klassischen Sprachen als „toten Sprachen“ brach, Pionierarbeit bei der Integration neuer Technologien in den Unterricht leistete und innovative Methoden förderte, die den Schülern die klassische Welt aus einer lebendigen, zeitgemäßen und realitätsnahen Perspektive näherbrachten. Sie lehrte Griechisch am Premià de Mar Institut und war seit 2019 außerordentliche Professorin an der Autonomen Universität Barcelona (UAB). Im Laufe ihrer Karriere bekleidete sie auch Positionen im Bildungsmanagement, unter anderem die Leitung des Bildungsministeriums der Generalitat von Katalonien von 2009 bis 2012. Ihr Engagement in Lehre und Öffentlichkeitsarbeit machte sie zu einem Vorbild für Generationen von Lehrern und Schülern, insbesondere durch ihren Einsatz für die Belange der Lehrkräfte. Ihr intellektuelles und kreatives Erbe lebt auch im kulturellen und audiovisuellen Bereich durch ihre Tochter Valèria Cun, Regisseurin des Kurzfilms, fort. Sommerfriedhof (2025). Das Werk, das in den 1960er Jahren auf Mallorca spielt, erkundet das emotionale und sexuelle Erwachen einer Teenagerin im Kontext von Tourismus und familiären Bindungen und wurde vom Stadtrat von Campanet und der Fundació Baleària gefördert.

Der Tod von Margalida Capellà hinterlässt eine tiefe Lücke in der Bildungs- und Kulturwelt, aber auch einen bleibenden Eindruck in unserem Verständnis und unserer Vermittlung klassischer Sprachen als lebendigen Bestandteil der Gegenwart.

stats