Stürme spülen den Sand von den Stränden im Süden Menorcas weg.
Binigaus, Sant Tomàs und Sant Adeodat sind praktisch sandlos, und Son Bou hat zwei Monate vor Beginn der Touristensaison nur noch ein Drittel seines Dünengebiets.
PalmeHeftige Stürme haben an Menorcas Südküste fast den gesamten Sand von den beliebtesten Stränden weggespült. Die Wucht des Windes und die tosenden Wellen haben die Strände von Binigaus, Sant Tomàs und Sant Adeodat in der Gemeinde Migjorn Gran sowie den ersten Abschnitt von Son Bou (Alaior), dem längsten Strand der Insel, völlig verwüstet. Im Fall von Son Bou ist die verbliebene Küstenlinie von knapp zweieinhalb Kilometern auf nur noch ein Drittel ihres ursprünglichen Dünenbestands geschrumpft. Dieser drastische Sandverlust hat in den betroffenen Gemeinden gut zwei Monate vor dem offiziellen Beginn der Touristensaison Besorgnis ausgelöst.
Am Freitag begannen die Strandreinigungsteams in den Buchten von Migjorn Gran mit der Beseitigung von Steinen und Kieseln, während sie auf die Reparatur der durch die Stürme beschädigten Stege, Zufahrts- und Rettungseinrichtungen durch die Küstenbehörde warten. Die Wetterlage lässt jedoch keine Entspannung zu. Um 18:00 Uhr wurde Menorca erneut in Alarmbereitschaft versetzt, da Wellenhöhen zwischen sechs und acht Metern und Windgeschwindigkeiten von bis zu 70 km/h vorhergesagt wurden.
Die für das Wochenende vorhergesagten widrigen Wetterbedingungen haben auch die Reederei Baleària gezwungen, alle Schifffahrtsrouten zwischen den Häfen von Ciutadella, Alcúdia und Barcelona sowohl für Freitag als auch für Samstag zu streichen.