„Souvenir“ mit Haken: Sie verkauften Sangria aus Mallorca, die auf der Halbinsel hergestellt wurde.
Das Landwirtschaftsministerium beschlagnahmt 118 Flaschen, die für Touristen bestimmt waren, und warnt vor einer möglichen schweren Straftat wegen Missbrauchs des Inselnamens.
PalmeDas Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und natürliche Umwelt beschlagnahmte am Flughafen Palma 118 Flaschen Sangria, die unter dem Etikett „Mallorca“ verkauft wurden, obwohl sie von einem Unternehmen aus einer anderen autonomen Gemeinschaft hergestellt und abgefüllt worden waren. Das Produkt, erhältlich in 4-, 24- und 75-Zentiliter-Flaschen, war vermutlich für den Verkauf innerhalb des Flughafens bestimmt. Laut einer Erklärung des Ministeriums kann die Verwendung des Inselnamens für ein nicht auf Mallorca hergestelltes Produkt einen schwerwiegenden Verstoß gegen die Agrar- und Lebensmittelqualitätsvorschriften darstellen. Die Mindeststrafe beträgt 3.001 Euro, abhängig vom Ergebnis der entsprechenden Ermittlungen. Der Generaldirektor für Agrar- und Lebensmittelqualität und lokale Produkte, Joan Llabrés, bekräftigte, dass die Regierung der Balearen wachsam sei, um unlauteren Wettbewerb gegenüber balearischen Erzeugern und Verbraucherbetrug zu verhindern. Wie er betonte, schade die Verwendung des Namens „Mallorca“ für Produkte, die außerhalb der Insel hergestellt werden, „direkt den Erzeugern, die die Vorschriften einhalten und sich für die Einhaltung der mit der Region verbundenen Qualitätsstandards einsetzen“. Llabrés betonte den Kontext der Intervention: Zielgruppe des Produkts seien Besucher, die ein kulinarisches Souvenir der Insel mit nach Hause nehmen möchten. „Touristen vertrauen darauf, dass das, was sie kaufen, wirklich Mallorca repräsentiert“, unterstrich er. Die Maßnahme fällt in den Zuständigkeitsbereich der Generaldirektion für Agrar- und Lebensmittelqualität und regionale Produkte, die für den Schutz geschützter Bezeichnungen, einheimischer Rassen und der Herkunft von Agrar- und Lebensmittelprodukten auf den Balearen zuständig ist. Die Regierung bekräftigte ihr Engagement für den Schutz regionaler Produkte, Transparenz im Marketing und die Gewährleistung wahrheitsgemäßer Informationen für Verbraucher. Er versicherte, weiterhin gegen jeden Missbrauch von mit den Inseln verbundenen Bezeichnungen vorzugehen.