Künstler, die die Dämonen von San Antonio für die ARA Balearen neu erfinden, werden von den Künstlern erwähnt.
Der kreative Prozess beginnt mit Dokumentation, Gespräch und Spiel unter der Anleitung der Workshopleiterin, der Ergotherapeutin Mònica Cuenca.
PalmeSerge Blochs Illustrationen gleiten in einem langsamen Scrollen nacheinander über den großen Bildschirm, den Mònica Cuenca nutzt, um das Konzept ihres Workshops zu erläutern. Eine der Künstlerinnen des Mention Art Workshops hebt die Hand und bittet darum, eines der Bilder genauer betrachten zu dürfen. Es ist ein Werk, das … kombiniert. Collage Mit den für Bloch typischen dicken, spontanen Linien entsteht das Bild einer Kartoffel mit aufgemalten Hörnern und Flügeln, die ein Magazinlogo verspeist. Auf Wunsch der Workshopleiterin konzentriert sich Mònica anschließend auf einen Keramikteller, der dem Betrachter zuzwinkert.
Mònica, die sowohl Workshopleiterin als auch Jobcoach ist, erklärt, dass der kreative Prozess mit Recherche beginnt. Interaktion und Gespräche unter den Teilnehmenden spielen dabei eine zentrale Rolle. Mitten in diesem Austausch stellt Coloma, eine der Künstlerinnen, die Frage: „Was symbolisieren die Dämonen, gegen die der heilige Antonius kämpft?“ Diese Frage verdeutlicht perfekt die kreative Lebendigkeit, die das Projekt geprägt hat: die Seiten vonDiese Sonderausgabe der ARA Baleares Dem Heiligen Antonius gewidmet.
Der Workshop geht weiter, und die Teilnehmer analysieren die Zeitungsausschnitte nacheinander. „Dann entwickeln wir gemeinsam Ideen, und Dämonen aller Art tauchen auf: Feuerwehrleute, Fußballspieler, Siurells (traditionelle valencianische Blasinstrumente)...“, erklärt Mònica. Anschließend wählen die Künstler die Zeitungsausschnitte aus, die sie als Inspiration für ihre eigenen Werke nutzen möchten, ganz nach ihrem Geschmack und ihren Vorlieben. Dann beginnen die Dämonen zu mutieren und sich zu vervielfältigen – zu einem Universum unerwarteter Formen: scheu, verspielt, sportlich, motorisiert oder verwandelt in Paellas und Cocarroes (eine Art valencianisches Fladenbrot). Zu Mònicas Arbeit gehört es auch, die Künstler bei der Entwicklung ihrer persönlichen Projekte zu begleiten, ihnen bei Schwierigkeiten zu helfen und sie auf ihrem kreativen Weg zu unterstützen.
Persönliche Erfahrungen
Jede Künstlerin interpretiert den Heiligen Antonius aus ihrer persönlichen Perspektive. Coloma hat einen Fledermausdämon gezeichnet, da diese geflügelten Säugetiere zur Ikonografie Palmas gehören und auf dem Stadtwappen abgebildet sind. Sie gesteht, dass sie echte Dämonen nicht besonders mag: „Einmal hat mich ein Mann im Kostüm richtig erschreckt.“ Sie zu malen hingegen macht ihr Spaß: Es ist eine Möglichkeit, sich ihnen furchtlos zu nähern. Während der Sitzung fragt sie, was sie symbolisieren. Mónica antwortet, dass sie traditionell „den Kampf zwischen Licht und Dunkelheit, Gut und Böse“ darstellten, die Bedeutung sich aber heute gewandelt habe und Dämonen auch mit Unfug gleichgesetzt würden.
Alicia, eine begeisterte Leserin und Tierliebhaberin, hat sich ein Buch mit Hörnern, Sobrasada-Wurst und Dämonen ausgedacht. Sie erklärt, dass sie bei der Gestaltung ihrer Werke stets „an die Textur denkt“, da sie schlecht sieht. Alle ihre Arbeiten besitzen eine haptische und fast skulpturale Qualität.
Miguel Javier macht das Festival zu einem Sport: Er hat einen Dämon beim Basketballspielen und ein loderndes Lagerfeuer gezeichnet. Er erinnert sich an den Correfoc (Feuerlauf): „Einmal bin ich einem Dämon von Can Alcover bis zum Parc de les Veles gefolgt. Die spucken Feuer!“ Zu seinen Werken gehört auch ein Basilisken-Dämon.
Joana Maria macht Essen zum Symbol: Ihr Dämon hat Sobrasada-Hörner. Sie mag Galgen, Feuerwerk, Konzerte und vor allem Toast – ein wiederkehrendes Thema unter allen Künstlern.
Motorisierter Dämon
Auch Geschwindigkeit spielt eine Rolle: Alberto hat einen motorisierten Dämon gezeichnet. Er feiert den Heiligen Antonius mit besonderer Hingabe: Er wurde am 18. Januar geboren und betrachtet das Fest seit jeher als sein eigenes.
Alejandra, die ebenfalls zugibt, ein wenig Angst vor Dämonen zu haben, begegnet ihnen mit Humor: Sie hat eine Bratpfanne mit Hörnern entworfen. Was sie hingegen liebt, sind Toast und Brot mit Sobrasada (einer Art luftgetrockneter Wurst).
Der umweltfreundlichste Vorschlag stammt von Aina, die sich einen Feuerwehrdämon vorstellt – eine Figur, die Brände löscht und die Umwelt schützt.
Die in dieser Ausgabe von ARA Baleares veröffentlichten Illustrationen sind nur ein kleiner Ausschnitt dessen, was im Mention Art Workshop passiert. Der Workshop ist Teil des Mention-Community-Projekts und kann auf herausragende Kooperationen verweisen, wie beispielsweise das Projekt Ich arbeite als Gärtner., mit der Künstlerin Tina Codina, Gewinnerin des Pilar-Juncosa-Stipendiums, oder der Ausstellung Zweite Haut, präsentiert bei der letzten Nacht der Kunst in Zusammenarbeit mit Apropa Cultura.