Die durchschnittliche maximale tägliche Anzahl von Kreuzfahrtpassagieren in Palma wird während der Hochsaison von 8.500 auf 7.500 sinken.
Das Abkommen wurde am Freitagmorgen von Marga Prohens, Jaime Martínez und Vertretern von rund zwanzig Schifffahrtsunternehmen unterzeichnet.
PalmeDie Balearenregierung und der Stadtrat von Palma haben mit den wichtigsten Kreuzfahrtgesellschaften, die Palma anlaufen, eine strategische Vereinbarung getroffen. Demnach wird die durchschnittliche tägliche Passagierzahl von Kreuzfahrtschiffen von 8.500 auf 7.500 reduziert. Diese Reduzierung, die in einer neuen Vereinbarung formalisiert wurde, betrifft ausschließlich die Hauptsaisonmonate Juni bis September der Jahre 2027, 2028 und 2029. Die Vereinbarung wurde am Freitagmorgen von der Präsidentin der Balearenregierung, Marga Prohens, dem Bürgermeister von Palma und Vertretern der Kreuzfahrtgesellschaften unterzeichnet. Die neue Vereinbarung bestätigt diejenige, die die Regierung von Francina Armengol im Jahr 2022 unterzeichnet hatte. Diese sah maximal drei Kreuzfahrtschiffe im Hafen von Palma vor, von denen eines eine Kapazität von über 5.000 Passagieren haben durfte.
Zur Reduzierung der Saisonalität und zur Steuerung der Touristenströme sieht der Text unter anderem die Einrichtung einer gemeinsamen Verwaltungskommission vor, die mindestens zweimal jährlich tagt. Das Gremium wird sich aus Vertretern der Unterzeichnerstaaten sowie des lokalen Kreuzfahrtsektors zusammensetzen, darunter gegebenenfalls Destinationsmanagementbehörden und andere relevante öffentliche oder private Akteure. Weitere Maßnahmen zielen darauf ab, die geografische Verteilung der Kreuzfahrttouristen auf Mallorca zu fördern. Zu diesem Zweck haben sich die beteiligten Institutionen verpflichtet, eine unabhängige Studie zu deren räumlichem Verhalten in Auftrag zu geben und alternative Reiseziele zu identifizieren und zu fördern. Um die Saisonalität zu reduzieren, wurde für die Hochsaison von Juni bis September in den Jahren 2027, 2028 und 2029 ein neues Kriterium festgelegt. Demnach sinkt die durchschnittliche tägliche Auslastung in diesen Monaten von 8.500 auf 7.500 Betten im Niedrigpreissegment. Kleinunternehmen lehnen die neue Kreuzfahrtschiffbegrenzung in Palma ab.
Der Verband der kleinen und mittleren Unternehmen Mallorcas (Pimeco) hat die neue Vereinbarung zwischen der Balearenregierung und dem internationalen Kreuzfahrtverband CLIA zur Begrenzung der Kreuzfahrtanläufe in Palma abgelehnt. Pimeco argumentiert, die Vereinbarung benachteilige den Handel und behindere die Bemühungen zur Reduzierung der Saisonalität. In einer Stellungnahme betont der Verband, die neue wöchentliche Obergrenze führe zu einer Starrheit im Hafenbetrieb und könne Kreuzfahrtgesellschaften abschrecken, die ihre Routen lange im Voraus planen und Häfen mit größerer Flexibilität bevorzugen. Pimeco warnt davor, dass Unternehmen bei Erreichen der festgelegten Obergrenze andere Ziele anlaufen könnten. Zudem warnt der Verband davor, dass die Kapazitätsbegrenzung während der Hochsaison den Spielraum für die Verlagerung von Kreuzfahrten in die Nebensaison verringert. Weiterhin argumentiert Pimeco, dass es im Hochsommer keine flächendeckende Überlastung gebe und eine weitere Einschränkung Handel, Gastronomie, Transport und Beschäftigung schädigen könnte. Daher fordert Pimeco eine klare und einheitliche Kommunikation, bekräftigt seinen Wunsch nach ganzjährigen Kreuzfahrten und bittet die Kreuzfahrtgesellschaften, Palma weiterhin als Anlaufhafen zu wählen.