Dürre schreitet voran: Vor dem Sommer waren bereits 47 Gemeinden in Alarmbereitschaft oder Voralarm

Die Exekutive räumt die Auswirkungen der Dürre in ihren parlamentarischen Antworten ein und bestätigt, dass im April bereits 10 Gemeinden in einer schwierigen Situation waren.

Dürre, eine echte Gefahr für die Pla de Mallorca
13/07/2026
2 min

PalmaDie Balearen haben den Sommer mit einer sehr komplizierten Situation in Bezug auf die Wasserreserven begonnen. Die Daten vom Juni beunruhigen die Exekutive, und das ist natürlich. Die unterirdischen Reserven, die heute die Hauptquelle der Versorgung sind, sind zu Beginn des Sommers wieder gesunken, und der Mangel an Regen in den letzten Wochen hat eine Situation verschärft, die bereits durch den Druck auf die Grundwasserleiter gekennzeichnet war. Obwohl nicht von einem flächendeckenden Notstand gesprochen wird, zeichnen die offiziellen Daten ein immer enger werdendes Szenario.

Die Wasserreserven des Archipels liegen derzeit bei 45%, und wie allgemein bekannt ist, werden die nächsten Wochen mit Abstand die verbrauchsstärksten sein. Mallorca erreicht den Sommer mit 46%, Menorca mit nur 34% —die niedrigste Zahl der letzten Jahre— und Ibiza mit 47%. Sowohl Mallorca als auch Menorca weisen niedrigere Reserven auf als im Juni des Vorjahres, was zeigt, dass der Sommer mit weniger Spielraum als in früheren Saisons beginnt.

Der Mangel an Niederschlägen ist einer der Faktoren, die diese Daten prägen, aber offensichtlich gibt es einen weiteren, und das ist der ständige Anstieg der Bevölkerung und der Touristen. Nicht nur regnet es seltener als vor einigen Jahren, sondern wenn es regnet, regnet es weniger, während die Bevölkerungs- und Besucherrekorde nicht aufhören. Zwar können Regenfälle den Mangel an Ressourcen manchmal etwas kaschieren, aber das war hier nicht der Fall. Der Juni war außergewöhnlich trocken: Auf den Inseln fielen nur 0,3 Liter pro Quadratmeter, während es in diesem Monat üblich sind 16,5 Liter. Das heißt, 98% weniger Niederschlag als normal. Diese Zahl erklärt einen großen Teil des im letzten Monat verzeichneten Rückgangs, fasst aber nicht das gesamte Problem zusammen.

Dies ist kein EinzelfallDie Besorgnis der Regierung reicht über diese punktuelle Episode hinaus. Parlamentarische Antworten, die von ARA Balears auf Fragen der Abgeordneten von MÉS per Mallorca, Maria Ramon, eingesehen wurden, zeigen, dass ein Großteil des Territoriums bereits unter Beobachtung steht. Im April befanden sich 37 Gemeinden in einer hydrischen Vorwarnstufe und 10 weitere in Alarmbereitschaft, während nur 20 Gemeinden in einer normalen Situation verblieben. Die Regierung besteht darauf, dass diese Szenarien "nach hydrologischen Einheiten und nicht streng nach Gemeinden definiert sind", aber das Bild bleibt aussagekräftig: Ein großer Teil der Inseln steht vor einem Sommer mit unter Druck stehenden Ressourcen.

Die Exekutive räumt auch ein, dass das Problem nicht auf mangelnde Niederschläge beschränkt ist. In ihren parlamentarischen Antworten warnt sie davor, dass der Klimawandel Dürren länger, Niederschläge unregelmäßiger und die Grundwasseranreicherung schwieriger machen wird. Berechnungen deuten auf eine Reduzierung der Wasserverfügbarkeit um 4,5 % im nächsten Jahrzehnt hin, wenn dieser Trend anhält.

Dies ist die große grundsätzliche Sorge: Während die Wassernachfrage aufgrund des Bevölkerungswachstums, der touristischen Aktivität und des Baus neuer Wohnungen weiter steigt, werden die großen Infrastrukturen, die das System stärken sollen, noch Jahre brauchen, um vollständig in Betrieb zu gehen.

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