Das Aussetzen oder Abgeben eines Hundes in Manacor ist ab sofort nicht mehr kostenlos.
Die Änderung der Verordnung, angepasst an das staatliche Tierschutzgesetz von 2023, sieht neue Gebühren für das Einsammeln und die Versorgung von ausgesetzten oder verlorenen Tieren vor, eine Aufgabe, die bisher ausschließlich in der Verantwortung des Stadtrats lag.
ManacorBislang war die Abgabe eines Haustieres in der Gemeinde Manacor für den Besitzer kostenlos, und die Abholung und Versorgung des Tieres wurden ausschließlich vom Stadtrat übernommen. Mit der Änderung der Gemeindeverordnung ändert sich dies nun, und der Verantwortliche muss künftig Gebühren entrichten. Der Stadtrat von Manacor hat diese Woche eine dringende Aktualisierung der Tierschutzverordnung beschlossen, „die veraltet war und die tatsächlichen Kosten des Verfahrens nicht widerspiegelte“, erklärt der Umweltdezernent Mateu Marcé. Während die bisherige Regelung zur Abholung, Versorgung und Unterbringung von Fund- und ausgesetzten Tieren keine Verpflichtungen für den Verursacher mit sich brachte und die Kosten von der Verwaltung getragen wurden, müssen Bürger nun beispielsweise eine Gebühr von 495 Euro „für die Kosten der vierjährigen Unterbringung des Hundes“ zahlen, so Marcé. Er räumt ein, dass die geltenden Bestimmungen nicht an das 2023 verabschiedete Tierschutzgesetz angepasst wurden, das die Gemeinden nun umsetzen müssen.
Der Stadtrat hat die neue Gebührenordnung für städtische Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Einfangen und der Betreuung von Tieren veröffentlicht. Ziel ist es, die Kosten für Tierhaltung und Tierschutz zu decken.
Gemäß der neuen Verordnung kostet das Einfangen und die Betreuung von Fundtieren 81,41 Euro pro Einsatz. Diese Gebühr beinhaltet Anfahrt, Einfangen und die damit verbundene Verwaltung.
Die tägliche Unterhaltspauschale für Hunde und Katzen beträgt 5,50 Euro. Für Ziegen, Schafe und Schweine beläuft sie sich auf 8,00 Euro, während die Unterhaltspauschale für Pferde und Rinder aufgrund ihres höheren Bedarfs an Platz, Futter und spezieller Pflege 18,00 Euro pro Tag beträgt. Darüber hinaus kostet die Abgabe von Hunden 497,50 Euro pro Einsatz. Diese Maßnahme soll verantwortungsvolle Tierhaltung fördern und die Zahl der ausgesetzten Tiere reduzieren. Verantwortung spiegelt sich in den Kosten wider.
Der Stadtrat betonte, dass diese Gebühren die Nachhaltigkeit des Angebots sichern sollen, indem sie den Schutz und das Wohlbefinden der Tiere gewährleisten und verantwortungsvolle Tierhaltung fördern. Derzeit besteht zwischen dem Stadtrat und dem mallorquinischen Unternehmen Natura Parc ein Konzessionsvertrag für die Erbringung dieser Dienstleistung. Dieser wurde im vergangenen November um vier Jahre verlängert, mit maximalen Kosten von etwas über 848.000 €, was jährlich mehr als 200.000 € aus städtischen Mitteln entspricht.