Solarpaneele, LEDs und dezentrale Stromerzeugung: So schreitet die ökologische Transformation in Schulen voran.
Das Programm für saubere Energie wird 54 Schulen und Institute erreichen, weitere Projekte befinden sich noch in der Planungsphase.
PalmeDer Ausbau von Solaranlagen und Energieeffizienzmaßnahmen an Schulen der Balearen schreitet voran: Bislang umfasst der Plan Projekte in 54 Schulen, Instituten und Ausbildungszentren auf den Inseln (von insgesamt über 400). Zu den Maßnahmen gehören Photovoltaikanlagen, gemeinschaftliche Photovoltaiksysteme und die Umrüstung der Beleuchtung auf LED-Technologie. Ziel ist es, den Energieverbrauch zu senken, die CO₂-Emissionen zu reduzieren und die Schulen auf den zunehmenden Klimawandel vorzubereiten. Zusätzlich zu den 54 bereits genehmigten Projekten wird die Installation von Pergolen an 17 Schulen geprüft. Der Plan, der in Zusammenarbeit zwischen dem Bildungsministerium und dem Balearischen Energieinstitut (IEB) entstanden ist, hat einen übergreifenden Ansatz: 17 Grundschulen werden verschiedene Initiativen umsetzen. An 15 dieser Schulen werden gemeinschaftliche Photovoltaiksysteme installiert. Dieses Modell ermöglicht es, den erzeugten Strom nicht nur für den Eigenverbrauch der Schule, sondern auch für kommunale Einrichtungen und Dienstleistungen in der Umgebung zu nutzen. Zwei weitere Grundschulen erhalten eigene Sanitäranlagen, wodurch die Stromkosten der Schulen, die von den Kommunen getragen werden, gesenkt werden können.
Die meisten der 29 beteiligten weiterführenden Schulen (IES) erhalten Photovoltaikanlagen: 23 davon werden mit Photovoltaikanlagen ausgestattet, zwei mit gemeinsam genutzten Photovoltaiksystemen, und vier rüsten ihre Beleuchtung auf LED-Systeme um. Diese Verbesserungen reduzieren nicht nur den Stromverbrauch, sondern erhöhen auch die Lichtqualität in den Klassenzimmern und steigern so den Komfort und die Lernergebnisse. Ebenfalls beteiligt sind drei integrierte Berufsbildungszentren (CIFP) – mit einer Photovoltaikanlage und zwei LED-Umrüstungen – sowie zwei Erwachsenenbildungszentren (CEPA), die Solarenergie und Effizienzsteigerungen kombinieren. Darüber hinaus werden drei Kindergärten und Vorschulen mit gemeinsam genutzten Photovoltaiksystemen ausgestattet.
Die IES Portocristo Schule ist ein Beispiel für diesen Wandel. Xisca Crespí war die Schulleiterin, als die Solaranlage installiert wurde: „Sie ist auf dem Dach und nimmt daher keinen Platz weg. Die Dächer sind alle zugänglich, und die Paneele sind optimal zur Sonne ausgerichtet“, erklärt sie. Die Anlage hat eine Leistung von unter 100 kW. „Die Stromrechnungen werden jetzt vom regionalen Bildungsministerium bezahlt, und ich nehme an, dass dieses auch die gesamte erzeugte Energie verwaltet. Wir haben keinen Einfluss auf den Verbrauch, und ich vermute, dass der von den Paneelen einer Schule erzeugte Energieüberschuss dazu beiträgt, die Rechnungen anderer Schulen ohne eigene Solaranlage zu bezahlen. Das ist gut, denn die von einer öffentlichen Schule erzeugten Ressourcen kommen anderen zugute“, erklärt sie.
Der Klimawandel schreitet voran und hat Auswirkungen auf …
Neben den Auswirkungen auf den Energieverbrauch tragen diese Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel bei. Steigende Temperaturen, Hitzewellen und längere Hitzeperioden haben die Mängel vieler Schulen offengelegt, insbesondere auf unbeschatteten Schulhöfen mit harten Oberflächen, die die Hitze noch verstärken. Viele Schulen wurden schnell gebaut, um dem Bevölkerungswachstum gerecht zu werden, ohne den Komfort oder die zukünftigen Folgen des Klimawandels zu berücksichtigen. In diesem Zusammenhang können Photovoltaik-Pergolen und andere Solaranlagen Schattenplätze schaffen, den Komfort der Schüler in den Pausen verbessern und die Hitzewellen abmildern. Diese Infrastrukturen verbinden die Erzeugung sauberer Energie mit einer Verbesserung der Lernräume und machen Schulen so zu angenehmeren Lernorten.
Lehrkräfte an Schulen, die diese Maßnahmen bereits umgesetzt haben oder noch umsetzen werden, betonen ebenfalls den pädagogischen Wert der Projekte: Solaranlagen ermöglichen die Integration von Nachhaltigkeit und Klimaschutz in den Unterricht. So werden Schulen und Institute zu Orten des aktiven Lernens, an denen Schülerinnen und Schüler verstehen, wie Energie erzeugt wird, welche Umweltauswirkungen sie hat und welche Alternativen es zum fossilen Energiemodell gibt. Viele Projekte sind bereits abgeschlossen oder in Planung, zahlreiche weitere sind für 2026 und teilweise auch für 2027 vorgesehen. Mit diesen Maßnahmen entwickelt sich das Bildungssystem hin zu einem nachhaltigeren Modell, in dem Schulen nicht nur Lernorte sind, sondern aktiv an der Anpassung an die zunehmenden Herausforderungen des Klimawandels mitwirken. Die Verbesserung des thermischen Komforts bleibt jedoch ein Bereich mit Verbesserungspotenzial: Abgesehen von wenigen Ausnahmen werden die meisten Schulen im Mai und Juni weiterhin mit Hitze und teilweise auch im Winter mit Kälte zu kämpfen haben. Diese Herausforderung liegt zwar noch in weiter Ferne, soll aber im Rahmen des Pilotprojekts zur Klimatisierung und in Zusammenarbeit mit IBISEC mittel- und langfristig angegangen werden.