Wettbewerbsprüfungen im Mai? Laut STEI sagen 70 % der Lehrer „nein“.
Die Umfrage der Gewerkschaft zeigt die Ablehnung der Mehrheit der Lehrer und warnt davor, dass eine Vorverlegung der Tests die Lernzeit verkürzen und den Druck auf die Schulen erhöhen würde.
Der Vorschlag des valencianischen Bildungsministeriums, die Lehrereinstellungsprüfungen für 2026 auf Mai vorzuverlegen, hat unter den Lehrkräften breite Ablehnung hervorgerufen. Laut einer Umfrage der Gewerkschaft STEI unter 800 Personen lehnen 70 % der Lehrkräfte die Maßnahme entschieden ab. Sie befürchten, dass dadurch die Vorbereitungszeit der Kandidaten verkürzt und der Druck auf die Schulen in einer kritischen Phase des Schuljahres erhöht würde. Das Ministerium unter Minister Antoni Vera schlägt vor, die Prüfungen, die üblicherweise im Juni stattfinden, am 9. und 10. Mai abzuhalten. Ziel ist es, administrative Abläufe wie die Stellenvergabe und die Organisation von Vertretungslehrkräften im Juli zu konzentrieren und so zu verhindern, dass die Schulen mit unvollständigem Personal ins Schuljahr starten. Laut Ministerium konzentriert der aktuelle Zeitplan zu viele Prozesse auf einen kurzen Zeitraum und führt zu administrativen Engpässen am Ende des Sommers.
STEI weist darauf hin, dass die Vorverlegung der Prüfungen zu diesem Zeitpunkt im Schuljahr sowohl die Kandidaten als auch die Lehrer betrifft: Erstere hätten weniger Zeit zum Lernen, während Schulleitung und Lehrteams die Vorbereitung auf die Wettbewerbsprüfungen mit Abschlussprüfungen, Bewertungsgesprächen und anderen Aktivitäten, die typisch für Mai und Juni sind, kombinieren müssten.
„Notwendig ist eine Vereinfachung der Verwaltungsabläufe, jedoch im Konsens und in Verhandlungen mit den Lehrervertretern, nicht durch plötzliche, drastische Maßnahmen, die das Wohlbefinden der Lehrkräfte und die Prüfungsvorbereitung gefährden“, betont die Gewerkschaft. Sie begrüßt zwar die Bemühungen des Ministeriums um eine Beschleunigung der Verwaltungsprozesse, beharrt aber darauf, dass Improvisation hohe Kosten für die Fachkräfte und die Qualität des Schuljahres verursachen könnte. Die Kontroverse um den Kalender wirft eine grundlegendere Frage auf: Wie lässt sich der Bedarf an effizienter Verwaltungsplanung mit dem Wohlbefinden der Lehrkräfte und der angemessenen Prüfungsvorbereitung vereinbaren? Die Debatte ist noch nicht abgeschlossen, und die Ablehnung durch die Lehrkräfte zeigt, dass jegliche Änderungen am Kalender im Dialog mit den Gewerkschaften erfolgen müssen, um Konflikte zu vermeiden und einen geordneten Übergang zu gewährleisten.