Durch Bildung können Familien mit ungeborenen Kindern einen Platz beantragen.
Das Ministerium hat eine neue Schulanmeldungsverordnung verabschiedet, die die Verordnungen von 2012 und 2016 aufhebt und das Verfahren in allen Phasen vereinheitlicht.
PalmeDas Ministerium für Bildung und Universitäten führt im Rahmen des Anmeldeverfahrens für das Schuljahr 2026/27 in fast allen Gemeinden Mallorcas und Menorcas ein einheitliches Schulbezirkssystem ein. Bildungsminister Antoni Vera stellte die neuen Aufnahmebestimmungen vor und erläuterte die Änderungen bei der Schulzuweisung, der Aufnahme und der Einschreibung sowie die Neuerungen für jede Bildungsstufe. Vera betonte, dass Online-Bewerbungen weiterhin die bevorzugte Methode für die Anmeldung und Registrierung bleiben, da sie ein schnelleres, effizienteres und zuverlässigeres Verfahren bieten. Persönliche Beratung steht Familien, die diese benötigen, weiterhin zur Verfügung. Die neuen Bestimmungen beinhalten spezifische Maßnahmen für den ersten Zyklus der frühkindlichen Bildung (0–3 Jahre). Unter anderem ist nun auch die Aufnahme ungeborener Kinder möglich. In diesem Fall ist eine ärztliche Bescheinigung mit Angabe des voraussichtlichen Geburtstermins erforderlich. Die Bestimmungen regeln außerdem den Umgang mit Abmeldungen und Wartelisten und ermöglichen eine flexiblere Klassenorganisation, damit die Schulen besser auf die Bedürfnisse von Familien und Kindern eingehen können.
Kalender des Registrierungsprozesses
Das Einschulungsverfahren beginnt am 26. März mit der Registrierung von Schülern für die Primar-, Sekundar-, Förder- und Oberstufe. Zu den weiteren Phasen:
- 0-3 Jahre: Bewerbungen vom 13. bis 21. April. Anmeldung vom 1. bis 12. Juni.
- Frühkindliche Bildung (3-6 Jahre), Primar-, Sekundar- und Sonderpädagogik: Bewerbungen werden vom 4. bis 14. Mai entgegengenommen. Anmeldung für die Vorschule, vom 22. bis 26. Juni; Einschreibung in die Primar- und Sonderschulevom 22. bis 29. Juni und von Sekundarstufe, Vom 25. Juni bis zum 1. Juli.
- Abitur: Bewerbungen vom 19. bis 25. Juni. Anmeldung vom 16. bis 20. Juli.
Was ändert sich bei der Einzelzone?
Die bedeutendste Änderung besteht darin, dass die Gemeinde zur Basiseinheit für die Schulaufnahme wird und das bisherige System der Schulbezirke abgeschafft wird. Das bedeutet, dass Familien in Gemeinden, wo dies möglich ist, ihre Bewerbungen innerhalb eines einzigen Bezirks einreichen können und so die geografischen Beschränkungen umgehen, die die Platzvergabe bisher beeinflusst haben. Auf Mallorca gilt das System mit nur einem Bezirk in allen Gemeinden außer Calvià, Andratx, Selva und Santa Margalida. Auf Menorca behält lediglich Mahón die traditionellen Bezirke bei. Auf Ibiza werden die Bezirke laut Bildungsminister Antoni Vera aus „technischen Gründen“ beibehalten. In Palma ist die Änderung besonders auffällig: Von acht Bezirken vor drei Jahren wurde das System auf einen einzigen Bezirk reduziert – eine Maßnahme, die von der Bildungsgemeinschaft stark kritisiert wurde, die wiederholt ihre Nichtumsetzung gefordert hatte. Laut Angaben von Minister Vera erhielten im Schuljahr 2023/24 (mit acht Bezirken) 93,2 % der Familien einen Platz an ihrer Wunschschule. Im darauffolgenden Studienjahr 2024/25 (3 Zonen) lag die Quote bei 90,1 %, und im laufenden Studienjahr 2025/26 (2 Zonen) wurden bereits 94,8 % erreicht.
Dennoch wird das Regionalministerium die spezifischen Schulbezirke in Fällen großer Entfernungen, Einzelschulen oder zur Gewährleistung einer angemessenen Verteilung von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf beibehalten oder anpassen. So kann jede Region die für ihre Bedürfnisse optimale Lösung umsetzen. Die spezifischen Schulbezirke werden jährlich im Schulaufnahmebeschluss veröffentlicht, der dieses Jahr am kommenden Donnerstag erscheint.
Erweiterung des Bildungsangebots für Kinder von 0 bis 3 Jahren
Die Balearenregierung wird das kostenlose Angebot der ersten Phase der frühkindlichen Bildung (0–3 Jahre) ausweiten. Für das Schuljahr 2026/27 sind 1.200 zusätzliche Plätze geplant (500 an staatlichen und 700 an subventionierten Privatschulen), wodurch sich die Gesamtzahl auf 15.300 Plätze erhöht. Zu Beginn der Legislaturperiode standen lediglich 5.200 Plätze zur Verfügung, ausschließlich für die Altersgruppe der 2- bis 3-Jährigen. Acht neue, direkt vom Bildungsministerium verwaltete Einrichtungen werden ebenfalls eingerichtet und an verschiedene Grundschulen und Kindergärten angegliedert: CEIP Joan Mas (Pollença), CEIP Jaume I, Génova und La Soledad (Palma), CEIP Blanca Dona (Ibiza), die Kindergärten Son Dameto und Son Gibert (Palma) sowie Can Cantó (Ibiza).
Für das vierte Vorschuljahr (drei Jahre) wird mit 10.014 Plätzen gerechnet: 6.493 öffentliche und 3.521 subventionierte Plätze, unter Berücksichtigung der 8.951 Kinder, die laut Volkszählung von 2020 auf Mallorca, Menorca und Ibiza geboren wurden.
- Die Resolution umfasst auch neue Schulkooperationen, um das Bildungsangebot an die Gegebenheiten der jeweiligen Gemeinden anzupassen. Besonders hervorzuheben ist die Verlegung des CEIPIESO Gabriel Vallseca (Palma) an das IES Josep Sureda i Blanes, da der erste Abschlussjahrgang dort die obligatorische Sekundarstufe (ESO) absolviert hat. Diese Maßnahme ist Teil einer Strategie zur Reduzierung von Schulabbrüchen, indem die Kontinuität der schulischen Ausbildung über alle Phasen hinweg sichergestellt wird.
- CEIP Rufen Sie Rojo (Campos) am IES Damià Huguet (Campos) an.
- CEIP Tramuntana (Palma) und CEIP Mestre Colom (Bunyola) am IES Joan Maria Thomàs, Josep Maria Llompart, Madina Mayurqa und Son Pacs.
- CEIP Nou (Can Picafort) im IES Santa Margalida.
- CC la Asunción (Binissalem) im CC La Salle (Inka).
Diese Maßnahmen sollen die Kontinuität der Schulbildung gewährleisten, Schulabbrüche verhindern und eine bessere Verteilung der Schüler auf die Schulen sicherstellen. Laut Vera sollen die Änderungen die Schulanmeldung vereinfachen, gerechter gestalten und flexibler machen, wobei die Besonderheiten jeder Gemeinde berücksichtigt und Familien die Freiheit gegeben wird, die für sie am besten geeignete Schule zu wählen.