„Nach dem Unterricht in ‚Nationalgeist‘ pflegte Borja Moll uns zu sagen: ‚Macht die Fenster auf, es riecht schlecht!‘“

Pere Font (1948) besuchte die Pere Garau Public School und die Ramon Llull High School.

PalmeIch wurde 1948 auf der Iberischen Halbinsel geboren, aber wir kamen hierher, als ich klein war, weil meine Eltern von Mallorca stammten. erste Erinnerungen an die Schule Meine Erinnerungen stammen aus Palma, aus einer öffentlichen Schule am Pere-Garau-Platz. Besonders erinnere ich mich an Frau Micaela, meine Lehrerin in meiner Kindheit. Ab meinem sechsten Lebensjahr hatte ich mehrere Lehrer: zuerst Rafael, dann Ricardo und später Pedro, Frau Micaelas Ehemann. Pedro hat uns so viel beigebracht. Er wusste unglaublich viel und erzählte uns von Themen, die rückblickend fast schon Oberstufenniveau hatten.

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Ich erinnere mich, als ich acht oder neun Jahre alt war, spielten wir Fünf-gegen-Fünf-Schlachten über die Punischen Kriege. Wir kannten Scipio und Hasdrubal und wussten noch vieles andere über diese Geschichte. Heute fragt man viele Kinder danach, und sie wissen nichts davon. Als ich später auf die weiterführende Schule kam, war uns viel Geschichte schon vertraut. Wir sprachen untereinander fließend Mallorquinisch. Der Unterricht fand zwar auf Spanisch statt, aber auf dem Schulhof oder im Klassenzimmer sprachen wir problemlos Mallorquinisch. An der Pere-Garau-Schule gab es um 1958 kaum Fremde.

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Körperliche Angriffe

Die Disziplin war hart. Wir mussten uns in einer Reihe aufstellen, und wenn wir etwas falsch machten, schlugen sie uns mit dem Lineal auf die Hand oder die Finger. Manchmal mussten wir auch mit zwei Büchern auf den Händen knien, und wenn man die Hand senkte, schlugen sie einen mit dem Lineal oder ihrer Hand. Ich erinnere mich besonders an einen Vorfall vor einer Fahrt nach Lucas. Wir standen in der Schlange zum Bus, und ich war abgelenkt. Der Lehrer schlug mich so heftig, dass ich gegen die Bustür flog. Rafael schlug alle. Manche Jungen steckten so viel ein, dass sie wie Boxsäcke aussahen.

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Ich begann meine Schulzeit am Institut Ramon Llull, als ich noch keine zehn Jahre alt war. Dort lernte ich Pere Carrió und andere Klassenkameraden kennen, mit denen ich mich auch heute noch treffe und gemeinsam zu Mittag esse. Damals war uns die ideologische Komponente unserer Erziehung noch nicht so bewusst, aber an einiges erinnere ich mich noch sehr gut. Jeden Morgen kam Joan Bonet Colomar, der Anführer der Falange auf den Balearen. Er unterrichtete uns. Herausbildung des NationalgeistesSie ließen uns auch singen Mit Blick zur SonneWir hatten sogar ein Buch mit dem Titel Luiso, das das Leben eines vorbildlichen Kindes präsentierte, natürlich gemäß den Idealen des Francoismus.

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Es gab aber auch ganz andere Lehrer. Im zweiten oder dritten Jahr hatten wir Francesc de Borja Moll, der uns Französisch beibrachte. Wir hatten ihn in der zweiten Stunde, direkt nach dem Unterricht über …NationalgeistEr betrat das Klassenzimmer und sagte: „Leute, macht die Fenster auf, es riecht hier drin furchtbar.“

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Es gab auch einige sehr kalte Orte in der Schule. Ich erinnere mich an einen Raum ohne Heizung, wo wir technisches Zeichnen machten. Wir zitterten am ganzen Körper und mussten trotzdem zeichnen. Stellt euch nur die geraden Linien vor, die wir da zogen! Das Ramon-Llull-Gebäude war nicht nur kalt, sondern spiegelte auch die damalige Zeit wider. Das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss waren für die Jungen, das zweite Obergeschoss für die Puppen. Sie betraten es durch einen anderen Eingang an der Plaça del Tub, und das zentrale Treppenhaus war vor dem obersten Stockwerk abgetrennt, sodass wir uns nicht vermischen konnten.

Meine Schuljahre Es handelt sich um eine Serie von ARA Baleares, die anhand von Augenzeugenberichten Jahrzehnt für Jahrzehnt rekonstruiert, wie das Bildungswesen auf Mallorca aussah.

*Der Text basiert auf der Aussage des Interviewpartners.