Die Regierung hat bereits klar, wo das zweite Stromkabel mit der Halbinsel verlaufen wird
Die Exekutive genehmigt die Trasse durch die Ferradura in Alcúdia und verteidigt, dass dies die praktikabelste Option mit den geringsten Umweltauswirkungen ist.
PalmaDie Regierung verteidigt das Projekt der zweiten Stromverbindung zwischen den Inseln und dem Festland als eine „unverzichtbare“ Infrastruktur, um die Versorgung zu gewährleisten und die Energiewende voranzutreiben. Die Exekutive unterstützt insbesondere die geplante Trasse durch die Ferradura in Alcúdia, die sie sowohl technisch als auch ökologisch als die praktikabelste Option ansieht.
Der Generaldirektor für Energie, Diego Viu, nahm am Dienstag an einer Informationsveranstaltung teil, die vom Rathaus von Alcúdia für die Bürger einberufen wurde und an der auch Vertreter der Energie- und Umweltbehörden teilnahmen. Das Treffen diente dazu, die Details des Projekts darzulegen und auf die Anliegen der Anwohner einzugehen.
Nach Angaben der Regierung kommen die technischen und ökologischen Studien zu dem Schluss, dass die Kabeleinführung durch die Ferradura die geringsten Auswirkungen auf das Meeresumwelt hat. Konkret versichern sie, dass die Auswirkungen auf die Posidonia bis zu elfmal geringer wären als bei anderen analysierten Alternativen.
Was die Landtrasse betrifft, so wurde der Vorschlag geändert, um die Auswirkungen auf die Bevölkerung zu reduzieren. Die Exekutive gibt an, dass es gelungen ist, die Kabelführung durch Gebiete in der Nähe von Wohnhäusern um mehr als 60 % zu reduzieren und dass zusätzliche Maßnahmen zur Minimierung der Unannehmlichkeiten ergriffen wurden.
Das Projekt wurde in einem gemeinsamen Ausschuss mit verschiedenen Institutionen —wie dem Rathaus von Alcúdia und dem Consell de Mallorca—, Anwohnervertretern, dem Ministerium für ökologischen Wandel und Red Eléctrica, dem Projektträger, erarbeitet.
Die Regierung hat auch andere Optionen ausgeschlossen, wie die Installation des Kabels ohne Verlegung auf dem Meeresboden, da sie diese technisch nicht machbar und eine Gefährdung der Versorgungssicherheit hält.
In diesem Sinne erinnert sie an jüngste Stromausfälle auf den Inseln, wie die von Menorca im Jahr 2016 oder auf Formentera, um die Notwendigkeit einer Verstärkung des Netzes zu verteidigen. Die Exekutive besteht darauf, dass das Projekt den Umweltvorschriften entsprechen muss und dass innerhalb der technischen Grenzen noch Verbesserungen vorgenommen werden können.
Debatte Das Projekt des zweiten Stromkabels zwischen Mallorca und dem Festland hat in den letzten Monaten zu Debatten geführt. Die Bürgerplattform ANACA hat mehr institutionellen Dialog gefordert und sich für eine Wiedereröffnung der Diskussion über die Trassenführung ausgesprochen, wobei sie darauf hinwies, dass ein von der Stadtverwaltung von Alcúdia in Auftrag gegebenes Gutachten eine geringere Umweltbelastung bei einem Eintritt in die Bucht von Alcúdia anzeigte. Die GOB ihrerseits hat die Notwendigkeit der Infrastruktur in Frage gestellt und vor möglichen ökologischen und klimatischen Auswirkungen gewarnt sowie Alternativen gefordert, die auf einer Reduzierung des Energieverbrauchs und der Effizienz basieren.