Die Regierung hat bereits eine klare Vorstellung davon, wo die zweite Stromleitung zur Halbinsel verlaufen wird

Die Exekutive unterstützt den Verlauf durch die Hufeisen, in Alcudia, und verteidigt, dass es die gangbarste Option mit geringsten Umweltauswirkungen ist

Die Ferradura in Alcúdia, durch die die Trasse des zweiten Stromkabels auf die Halbinsel führen würde.
ARA Balears
28/04/2026
2 min

PalmaDie Regierung verteidigt das Projekt der zweiten Stromverbindung zwischen den Inseln und dem Festland als eine "unverzichtbare" Infrastruktur, um die Versorgung zu gewährleisten und die Energiewende voranzutreiben. Die Exekutive unterstützt insbesondere die geplante Trasse durch die Herradura in Alcudia, die sie sowohl aus technischer als auch aus ökologischer Sicht als die praktikabelste Option ansieht.

Der Generaldirektor für Energie, Diego Viu, hat am Dienstag an einer Informationsveranstaltung teilgenommen, die vom Rathaus von Alcudia für die Öffentlichkeit einberufen wurde und an der auch Verantwortliche für Energie und Umwelt teilnahmen. Das Treffen diente dazu, die Details des Projekts darzulegen und auf die Bedenken der Anwohner einzugehen.

Nach Angaben der Regierung kommen die technischen und ökologischen Studien zu dem Schluss, dass die Kabeleinführung durch die Herradura die geringsten Auswirkungen auf die Meeresumwelt hat. Konkret versichern sie, dass die Auswirkungen auf die Posidonia im Vergleich zu anderen analysierten Alternativen um bis zu elfmal geringer wären.

Was die landseitige Trasse betrifft, so wurde der Vorschlag geändert, um die Auswirkungen auf die Bevölkerung zu verringern. Die Exekutive gibt an, dass es gelungen ist, die Durchleitung des Kabels durch Gebiete in der Nähe von Wohnhäusern um mehr als 60 % zu reduzieren und zusätzliche Maßnahmen zur Minimierung der Belästigung ergriffen wurden.

Das Projekt wurde in einem gemeinsamen Ausschuss mit verschiedenen Institutionen – wie dem Rathaus von Alcudia und dem Consell de Mallorca –, Anwohnervertretern, dem Ministerium für ökologischen Wandel und Red Eléctrica, dem Förderer der Infrastruktur, erarbeitet.

Die Regierung hat auch andere Optionen ausgeschlossen, wie z. B. die Installation des Kabels ohne Untertunnelung auf dem Meeresboden, da sie diese technisch nicht für machbar hält und die Versorgungssicherheit gefährden könnten.

In diesem Zusammenhang erinnert sie an jüngste Stromausfälle auf den Inseln, wie die von Menorca im Jahr 2016 und von Formentera, um die Notwendigkeit einer Verstärkung des Netzes zu untermauern. Die Exekutive besteht darauf, dass das Projekt den Umweltvorschriften entsprechen muss und dass innerhalb der technischen Grenzen noch Verbesserungen vorgenommen werden können.

DebatteDas Projekt des zweiten Stromkabels zwischen Mallorca und dem Festland hat in den letzten Monaten zu einer Debatte geführt. Die Bürgerplattform ANACA hat mehr institutionellen Dialog gefordert und sich für eine Wiederaufnahme der Diskussion über die Trassenführung ausgesprochen, mit dem Hinweis, dass ein vom Rathaus von Alcúdia in Auftrag gegebenes Gutachten eine geringere Umweltbelastung bei einer Einfahrt durch die Bucht von Alcúdia aufzeigte. Die GOB ihrerseits hat die Notwendigkeit der Infrastruktur in Frage gestellt und vor den möglichen Umwelt- und Klimaauswirkungen gewarnt, sowie Alternativen gefordert, die auf der Reduzierung des Energieverbrauchs und der Effizienz basieren.

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