Gastronomie

Ibizanisches Flaó bekommt sein eigenes Festival: „Der Geschmack der Tradition und der Reichtum unserer Geschichte gehören zusammen.“

Sant Josep de sa Talaia wird vom 10. bis 12. April gastronomische und kulturelle Aktivitäten ausrichten, um diesen emblematischen Kuchen der Pitiusanischen Küche zu feiern.

ARA Balears
23/03/2026

PalmeDie ersten Welttage des Ibizanischen Flaó haben begonnen. Sant Josep de sa Talaia veranstaltet vom 10. bis 12. April verschiedene Events und Präsentationen, um eines der wichtigsten traditionellen Gerichte der Pitiuseninseln zu fördern und wiederzubeleben – in einer Zeit, in der die Globalisierung lokale Traditionen und Geschichte zu verdrängen droht.

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Während der Veranstaltung können die Besucher Vorträge, Verkostungen, Kochvorführungen und Konzerte genießen. Auch Vertreter Sardiniens, wo Flaó ebenfalls zur kulinarischen Geschichte gehört, werden teilnehmen. Die Organisatoren (der Stadtteilverein Es Cubells, der Rat von Ibiza und das Rathaus von Sant Josep de sa Talaia) betonen in der Einladung, dass diese Veranstaltung ein „einzigartiges Ereignis ist, bei dem der Geschmack der Tradition und der Reichtum unserer Geschichte Hand in Hand gehen“. Sie heben außerdem hervor, dass es die perfekte Gelegenheit ist, zu entdecken, dass hinter Flaó „ein lebendiges, vielfältiges Erbe voller Nuancen steckt, die es zu erkunden gilt“. „Sie können traditionelle Rezepte an einem Ort probieren und sich auf die genussvollste Weise mit unseren Wurzeln verbinden: Bissen für Bissen“, betonen sie. Tickets sind ab sofort über die Eventbrite-Website für 10 Euro erhältlich.

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Was ist Flaón?

Ibizanisches Flaó ist eine der einzigartigsten Spezialitäten der traditionellen Patisserie der Pitiuseninseln. Es handelt sich um eine süße Tarte mit Frischkäse und Salbei auf knusprigem Teigboden, die süße Aromen mit einer charakteristischen, pflanzlichen Note vereint. Diese Kombination macht sie zu einem der bekanntesten gastronomischen Symbole Ibizas und Formenteras. Der Ursprung des Flaó reicht Jahrhunderte zurück und ist eng mit der bäuerlichen Tradition und dem Festkalender verbunden. Historisch gesehen war es eine Süßspeise, die mit Ostern assoziiert wurde, einer Zeit, in der nach der Fastenzeit wieder Eier und Milchprodukte verzehrt wurden. Das Rezept basierte auf lokalen Zutaten wie Ziegen- oder Schafskäse, Eiern, Zucker und Salbei und war von der Saisonalität der Küche geprägt. Der Begriff „Flaó“ hat mittelalterliche Wurzeln und ist in verschiedenen Gebieten der Krone von Aragon belegt, wenn auch in unterschiedlichen Formen und Rezepten. Auf den Pitiuseninseln entwickelte sich das Rezept weiter und nahm die heutige Kombination aus süßem Käse und Minze an, die in anderen Varianten ungewöhnlich ist.

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Flaó hat sich im Laufe der Zeit von einem rein festlichen Gericht zu einem zentralen Bestandteil der ibizenkischen Küche entwickelt. Heute findet man es sowohl zu Hause als auch in Bäckereien und Restaurants, wo es seinen Wert als Ausdruck der kulinarischen Tradition und Identität der Insel bewahrt.