Universitätsprojekt

Segeln ohne Matrosen: das Segelboot, das die Balearen mit dem Festland mit KI verbinden will

Das Universitätsprojekt Raig FNB, ins Leben gerufen von Studenten der Fakultät für Nautik in Barcelona, wird die historische Seeroute mit einem symbolischen Sack Salz und autonomer Navigation befahren

Das autonome Segelboot, das Ibiza und das Festland verbinden könnte
ARA Balears
03/04/2026
2 min

PalmaEin Segelboot von weniger als drei Metern, ohne Personen an Bord und mit nur einem Kilo Salz als Ladung. Dies ist die Herausforderung, die vom Club Náutico Sant Antoni aus startet und die einen Wendepunkt in der Seefahrt darstellen könnte. Das Projekt mit dem Namen Raig FNB ist das Werk von rund zwanzig Studenten der Fakultät für Nautik in Barcelona der Polytechnischen Universität Katalonien.

Neun Monate lang hat das Team dieses autonome Schiff entworfen und gebaut mit einem klaren Ziel: an der ersten Ausgabe von La Micro Ruta de la Sal

teilzunehmen, einer Regatta, die die Fähigkeit testen wird, auf Langstrecken ohne Besatzung zu segeln. Die Herausforderung ist nicht gering: von Ibiza aus starten und die Halbinsel erreichen – bis zum Real Club Náutico de Dénia oder Port Ginesta – dem Geist der historischen Route von 1846 folgend.

Der Raig FNB

kombiniert Nachhaltigkeit und Technologie: ein Rumpf aus Glasfaser, Segel mit 3,5 Quadratmetern und ein Autopilotensystem mit Sensoren, die in Echtzeit Entscheidungen treffen können. Das Schiff kann seinen Kurs je nach Wind und Seegang anpassen, ohne menschliches Eingreifen.

Vor der großen Prüfung im März 2027 macht das Projekt Halt – und eine Vorführung – in Ibiza. Am kommenden 5. April findet in der Bucht von Sant Antoni eine Ausstellung mit fünf Universitätsmannschaften statt, eine Veranstaltung, die dazu dient, diese autonomen Segelboote in Aktion zu sehen.

Über die technologische Herausforderung hinaus ist das Projekt mit dem tiefgreifenden Ehrgeiz geboren, den Seetransport zu überdenken. Da 90 % des Welthandels über das Meer abgewickelt werden und 3 % der globalen Emissionen mit dem Sektor verbunden sind, deuten Initiativen wie diese auf eine effizientere und nachhaltigere Zukunft hin.

„Es hat uns ermöglicht, alles, was wir im Unterricht gelernt hatten, in die Praxis umzusetzen“, erklärt die Studentin Nicole Fabián. Eine Erfahrung, die mehr als nur akademisch ist und bereits auf realen Gewässern segelt.

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