Englischkenntnisse auf den Balearen sind mangelhaft: Die Inselbewohner haben eines der schlechtesten Englischniveaus in ganz Spanien.
Der Archipel erreicht im EF EPI 2025 534 Punkte und liegt damit unter dem nationalen Durchschnitt, trotz des Einflusses des internationalen Tourismus und der lokalen Fortschritte in Palma.
PalmeDie Balearen haben im EF English Proficiency Index (EF EPI) 2025, dem umfassendsten globalen Ranking der Englischkenntnisse Erwachsener, 534 Punkte erzielt – eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (526 Punkte). Die Region liegt jedoch weiterhin unter dem nationalen Durchschnitt (540 Punkte) und belegt einen der hinteren Plätze im regionalen Ranking. Laut dem EF-Education-First-Bericht, der auf Daten von 2,2 Millionen Erwachsenen in 123 Ländern und Regionen basiert, führen Galicien, La Rioja und Madrid mit 563, 560 bzw. 553 Punkten die Liste der Regionen mit den besten Englischkenntnissen in Spanien an. Andalusien, Murcia, Extremadura und Kastilien-La Mancha hingegen erzielten die schlechtesten Ergebnisse mit Werten unter dem nationalen Durchschnitt. Andere Regionen wie die Region Valencia (537) und die Kanarischen Inseln (539) liegen ebenfalls unter dem Durchschnitt, während die Balearen (534) trotz des Einflusses des internationalen Tourismussektors, insbesondere in Palma, im Mittelfeld verbleiben. Die Stadt erreicht 549 Punkte und liegt damit über dem nationalen Durchschnitt. Sie zählt zu den Städten mit einem mittleren bis hohen Niveau an Englischkenntnissen. Der Bericht bestätigt, dass Leseverständnis die größte Stärke spanischer Erwachsener ist (558 Punkte), gefolgt vom Hörverstehen (525 Punkte). Der schriftliche Ausdruck liegt auf einem mittleren Niveau (506 Punkte), während der mündliche Ausdruck die schwächste Fähigkeit bleibt (462 Punkte). Dies deutet auf einen prioritären Verbesserungsbereich auf den Balearen und im Rest des Landes hin. Weltweit behaupten die Niederlande ihre Führungsposition, gefolgt von Kroatien und Österreich, während große Volkswirtschaften in Asien und Lateinamerika weiterhin hinterherhinken. Mittel- und Nordeuropa verzeichnen leichte Fortschritte, und die Geschlechterkluft in Spanien verringert sich das zweite Jahr in Folge, wobei Frauen und Männer in ihren Sprachkenntnissen immer näher zusammenrücken. Laut EF geht die Beherrschung der englischen Sprache über die bloße Kommunikation hinaus: Sie wird zu einem Schlüsselinstrument für Innovation, den Zugang zu wirtschaftlichen Möglichkeiten und die internationale Zusammenarbeit, insbesondere in einem Kontext, in dem künstliche Intelligenz und fortschrittliche Technologien größtenteils in englischer Sprache entwickelt werden.