Ein festgefahrenes Segelboot entfacht die Debatte über die Folgen illegalen Ankerns neu.
Die Organisation Arrels Marines warnt davor, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelt, und ordnet ihn in ein strukturelles Problem der Zerstörung der Meeresumwelt ein.
PalmeDie Strandung eines Segelboots am Ufer der Bucht nach den jüngsten Stürmen hat erneut die Aufmerksamkeit auf illegales Ankern und das Zurücklassen von Schiffen vor der Küste der Balearen gelenkt. Dies beklagt die Umweltorganisation Arrels Marines, die warnt, dass der Vorfall „nicht nur eine Folge des Sturms, sondern auch ein strukturelles Problem“ mangelnder Kontrolle und Vernachlässigung entlang der Küste sei.
Laut der Organisation war das gestrandete Segelboot aufgrund seines vernachlässigten Zustands bereits im Dezember öffentlich gemeldet worden. Man ging davon aus, dass es vorhersehbar gewesen sei, dass es mit den ersten Windböen auf dem Bürgersteig landen würde. „Das Meer darf keine Müllhalde sein“, erklärte die Organisation und fragt nun, wer für die Bergung des Bootes und die damit verbundenen Kosten verantwortlich sein wird.
Raíces Marines weist darauf hin, dass dies kein Einzelfall ist. Im Jahr 2025 trieb ein Segelboot zehn Monate lang vor der Küste von La Garganta in der Bucht von Pollença, bis die Stadtverwaltung 40.000 € an öffentlichen Geldern für seine Bergung aufbringen musste. Dieser Vorfall verdeutlicht laut der Organisation die Folgen illegalen Ankerns und des Zurücklassens von Schiffen ohne entsprechende Vorsichtsmaßnahmen.
Die Beschwerde erfolgt vor dem Hintergrund einer umfassenderen Meeresverschmutzung, die sich insbesondere auf Seegraswiesen und Meeresboden auswirkt. Tausende illegale Schiffsunglücke in den Balearen sind die Folge. Umweltgruppen fordern verstärkte Kontrollen, klare Verantwortlichkeiten und wirksame Mechanismen, um zu verhindern, dass verlassene Schiffe zu einem Umwelt- und Wirtschaftsproblem werden.