Die spanische Regierung fordert Alternativen zum Stromkabel zwischen Mallorca und der Iberischen Halbinsel mit geringeren Umweltauswirkungen.

Die Umweltorganisation warnt vor den Umwelt- und Klimarisiken des Projekts und prangert an, dass Effizienzmaßnahmen und eine Reduzierung des Energieverbrauchs nicht in Betracht gezogen wurden.

Simulation des Alcudia-Stromkabels auf der Halbinsel.
ARA Balears
08/03/2026
1 min

PalmeDie bäuerliche Regierung (GOB) stellte, im Einklang mit der Anaca-Plattform, die Notwendigkeit des zweiten Stromkabels zwischen der Iberischen Halbinsel und Mallorca in Frage und forderte eine umweltschonendere Alternative. Dieses Projekt, so die Umweltschützer in einer Pressemitteilung, habe nicht nur potenziell schwerwiegende Auswirkungen auf Umwelt und Klima, sondern sei auch technisch und energetisch nicht ausreichend begründet. Zudem seien umweltschonendere Alternativen, wie die Priorisierung der Reduzierung des Energieverbrauchs oder anderer Effizienzmaßnahmen, nicht geprüft worden. Daher legte die GOB beim Ministerium für den ökologischen Wandel Berufung gegen die Zustimmung des Ministerrats zum Netzplan für 2026 ein, der dieses zweite Kabel vorsieht. „Diese Kritik schmälert nicht die Bedeutung einer sicheren Versorgung, sondern betont vielmehr, dass die Energieplanung zentrale Themen wie Verbrauchsreduzierung, Energiesouveränität oder die sozialen und ökologischen Kosten der Abhängigkeit von großen Infrastrukturen nicht ausblenden darf“, schloss die Organisation.

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