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Die Fischerboote der Kleinfischerei werden am Montag streiken, um gegen die EU-Politik zu protestieren.

Der Balearische Bruderschaftsverband hat erklärt, dass er einen unbefristeten Streik nicht ausschließt.

Fischerboot
ARA Balears
15/01/2026
1 min

Die handwerkliche Fischereiflotte wird am kommenden Montag aus Protest gegen die neuen, als unverhältnismäßig und ineffektiv bezeichneten Auflagen für den Fischereisektor streiken. Der Verband der Fischervereinigungen der Balearen hat jedoch einen unbefristeten Streik in Erwägung gezogen. Laut Verband hat der Sektor beim Generalsekretariat für Fischerei Einspruch erhoben und argumentiert, dass die starre Anwendung der neuen Kontrollauflagen aus der Verordnung (EU) 2023/2842 erhebliche betriebliche, wirtschaftliche und sicherheitstechnische Probleme für die handwerkliche Fischereiflotte verursacht. Die Verordnung sei ohne Berücksichtigung der täglichen Realität der handwerklichen und Küstenfischerei konzipiert worden und könne sogar das Gegenteil des Beabsichtigten bewirken. Die Fischer warnen vor Rechtsunsicherheit, sinkenden Gewinnen, Qualitätsverlusten bei Frischfisch und einer unnötigen Erhöhung der Risiken auf See.

Der Verband kritisierte die Einführung einer vierstündigen Voranmeldungsfrist für die Hafeneinfahrt und merkte an, dass dies für Schiffe, die in Schichten von weniger als 24 Stunden operieren und küstennah unterwegs sind, praktisch unmöglich sei. „Viele Boote sind gezwungen, nur wenige Minuten vom Hafen entfernt auf See vor Anker zu liegen, lediglich um ein Verwaltungsverfahren abzuschließen. Das ist sinnlos, mindert die Einnahmen, verschlechtert die Fischqualität und gefährdet die Besatzungen“, so der Verband. Er fügte hinzu, dass diese Vorschrift gegen den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit verstoße, den Grundsätzen der europäischen Verordnung widerspreche und mit den Vorschriften zur maritimen Sicherheit kollidiere, die dem fachlichen Urteilsvermögen des Kapitäns und dem Schutz des menschlichen Lebens auf See absolute Priorität einräumen.

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