Stadtplanung

ARCA fordert ambitiveren Schutz für Estellencs und stellt das geplante Wachstum im neuen Generalplan in Frage

Die Entität hat während der öffentlichen Informationsphase Einwände erhoben und fordert die Überprüfung von Infrastrukturen, bebaubaren Sektoren und Maßnahmen, die sie als unvereinbar mit dem Erbe und den landschaftlichen Werten der Gemeinde erachtet.

Estallencs
ARA Balears
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PalmaDer Verband zur Wiederbelebung der Altstädte (ARCA) hat eine Reihe von Stellungnahmen zum Generalplan von Estellencs eingereicht, der sich derzeit in der öffentlichen Auslegungsphase befindet. Ziel ist es, den Schutz des Kulturerbes, der Landschaft und des territorialen Modells der Gemeinde zu stärken. Die Organisation reichte ihre Beobachtungen am 25. Mai ein und vertritt die Ansicht, dass die Zukunft des Dorfes auf der Erhaltung seiner kulturellen und ökologischen Werte beruhen muss, wobei Transformationen vermieden werden müssen, die seine Identität unwiderruflich verändern könnten.

Laut ARCA ist Estellencs eine der einzigartigsten Gemeinden der Serra de Tramuntana, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Sie weist Natur- und Kulturwerte auf, die eine besonders sorgfältige Stadtplanung erfordern. In diesem Sinne ist die Organisation der Ansicht, dass der ursprünglich genehmigte Entwurf bestimmte Maßnahmen enthält, die sie als "unverhältnismäßig" und übermäßig entwicklungsfördernd im Verhältnis zur Realität der Gemeinde bezeichnet.

Die Organisation stellt auch die Notwendigkeit des im Generalplan vorgesehenen Wachstums in Frage. Bei einer Bevölkerung von rund 369 Einwohnern ist ARCA der Ansicht, dass einige der Infrastrukturen und städtebaulichen Vorkehrungen weder aus sozialer noch aus wirtschaftlicher Sicht ausreichend gerechtfertigt sind. Aus diesem Grund setzt sie sich dafür ein, die Sanierung und Wiederverwendung des bestehenden Wohnungsbestands zu priorisieren, bevor neue Stadtentwicklungen vorangetrieben werden.

Unter ihren Stellungnahmen weist ARCA auf verschiedene Mängel in der technischen Dokumentation hin, die den Plan begleiten. Insbesondere warnt sie vor Mängeln in den Umweltverträglichkeitsstudien, den Landschaftsanalysen und der wirtschaftlichen Bewertung des Projekts. Ebenso bedauert sie das Fehlen realer Alternativen zu dem vorgeschlagenen Modell, einschließlich der sogenannten "Null-Option", die es ermöglichen würde, die Zweckmäßigkeit der Nichtumsetzung bestimmter Maßnahmen zu bewerten.

Der Schutz des Kulturerbes ist eine weitere zentrale Achse der Stellungnahmen. ARCA fordert die Erweiterung und genauere Definition des Geltungsbereichs des historischen Komplexes der Gemeinde sowie die Stärkung des Schutzes traditioneller Elemente wie Trockenmauern und historische Wassersysteme. Die Organisation setzt sich für einen globalen Schutz des Kerns und seiner Umgebung ein, der über die bloße Katalogisierung einzelner Elemente hinausgeht.

Unter den als problematisch erachteten Maßnahmen fordert ARCA die Streichung oder Überarbeitung verschiedener im städtebaulichen Dokument vorgesehener Projekte. Dazu gehören neue Parkplätze und Infrastrukturen in Gebieten von hohem landschaftlichem Wert, der Bau von Straßen und Verkehrsverbindungen in geschützten Zonen, die Entwicklung des bebaubaren Sektors SBO01 und verschiedene Eingriffe in Cala d'Estellencs, die der Verband als umweltsensibel einstuft.

Nach Ansicht der Organisation stehen diese Maßnahmen im Widerspruch zu den Zielen des Territoriumsschutzes, können zu inkompatiblen Patrimonialauswirkungen mit den Werten der Gemeinde führen und verfügen teilweise nicht über eine ausreichende wirtschaftliche Begründung. In Bezug auf die Mobilität kritisiert ARCA die Bevorzugung von Parkplätzen und die Förderung des Straßenverkehrs. Im Gegensatz dazu befürwortet sie ein Modell, das auf nachhaltiger Mobilität basiert, mit höherer Priorität für Fußgänger- und Fahrradwege, Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs und Reduzierung der Fahrzeugpräsenz im Stadtzentrum.

Abschließend fordert der Verband eine städtebauliche Planung, die mit der geltenden Gesetzgebung und den territorialen und patrimonialen Werten von Estellencs im Einklang steht. In diesem Sinne prangert er die Existenz von als fragwürdig erachteten Bodenklassifizierungen, unzureichend begründeten Infrastrukturen und möglichen Widersprüchen mit den Umwelt- und Denkmalschutzvorschriften an. Mit diesen Einwänden beabsichtigt ARCA, dass der zukünftige Generalplan ein Instrument für die Erhaltung und nachhaltige Bewirtschaftung der Gemeinde wird, das mit der Bewahrung der Werte vereinbar ist, die Estellencs zu einem der einzigartigsten Orte der Serra de Tramuntana gemacht haben.

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