Unfertige Wände und ein mit Möbeln unterteilter Klassenraum: So eröffnet eine staatlich subventionierte Schule in Palma die 0-3-Jahre-Betreuung
Die Familien des Sagrat Cor prangern den Zustand der Einrichtungen an und fragen, ob das Zentrum vor der Eröffnung eine Inspektion bestanden hat
PalmaDie Schule Sagrat Cor in Palma führt in diesem Schuljahr einen neuen Bildungszyklus ein: Zum ersten Mal nimmt das Zentrum Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren auf. Doch der Beginn des neuen Zyklus erfolgte, bevor die Einrichtungen fertiggestellt waren. Die Klassenzimmer, die die Kleinsten aufnehmen sollen, befinden sich noch im Bau, und der dazugehörige Spielplatz ist laut den Familien nicht in einem Zustand, der für die Nutzung geeignet wäre, da viele Kinder gerade erst anfangen zu laufen. Dies wurde von Familien des Zentrums gegenüber der ARA Balears erklärt, die Fotos einsehen konnte, welche den unangemessenen Zustand der Räumlichkeiten bestätigen.
Die Situation hat bei den Familien der Kinder und den Mitarbeitern für Empörung gesorgt. Die beiden Klassenzimmer, die die Kleinsten aufnehmen sollen, sind noch nicht fertiggestellt, und deshalb hat die Einrichtung vorübergehend einen einzigen großen Raum eingerichtet, der durch Möbel in zwei Bereiche unterteilt ist. Auf der einen Seite befinden sich sechs Säuglinge im Alter von 0 bis 1 Jahr und auf der anderen Seite 15 Kinder im Alter von 1 bis 3 Jahren aus der gemischten Gruppe. Dies ist die Lösung, mit der das Zentrum das Schuljahr begonnen hat, während die Arbeiten an den endgültigen Klassenzimmern abgeschlossen werden, wie die Familien gegenüber ARA Balears erklärten.
Doch draußen bereitet die Situation den Erzieherinnen und den Familien die größten Sorgen. Der neue Spielplatz für die 0- bis 3-Jährigen ist noch nicht fertig zementiert und, wie sie berichten, ist der Bodenbelag für Kleinkinder nicht geeignet. Die der ARA Balears zur Verfügung gestellten Fotos zeigen einen geschlossenen Bereich, bei dem noch Elemente fertiggestellt werden müssen und der verschiedene Unebenheiten aufweist, die laut den Familien für Kinder, die gerade erst laufen lernen, gefährlich sein können. Sie selbst beschreiben den Spielplatz als "ein Gefängnis". Die Erzieherinnen haben der Leitung schriftlich mitgeteilt, dass sie die Kinder nicht dorthin bringen werden, solange diese Bedingungen herrschen. Dies zwingt die Kinder dazu, im Klassenzimmer zu bleiben oder, wenn sie nach draußen gehen müssen, den Spielplatz der 3- bis 6-Jährigen zu benutzen. In diesem Fall haben die Älteren jedoch weniger Platz: Um den neuen Spielplatz für die 0- bis 3-Jährigen einzurichten, wurde ein Teil des Bereichs abgesperrt, den sie bisher genutzt haben. Laut den Familien ist auch die neue Umzäunung nicht fertig und lässt den Zement und die Ziegel offen liegen.
Geeigneter Raum?
Angesichts dieser Situation fordern die Familien Erklärungen und hinterfragen, ob die Vorschule eine architektonische Inspektion durchlaufen hat, die bescheinigt, dass die Klassenzimmer und der Hof in Betrieb genommen werden konnten. Konkret möchten sie wissen, ob die Räumlichkeiten die notwendigen Bedingungen erfüllten, um die Kinder vor der Eröffnung aufzunehmen. Sie hinterfragen auch, dass das Schuljahr begonnen hat, während die endgültigen Klassenzimmer noch nicht fertiggestellt sind und der Hof für die Kleinsten laut ihren Angaben Mängel aufweist.
Die Familien ordnen diese Situation in die Debatte über die Eröffnungsbedingungen anderer privater Schulen ein. Sie erinnern daran, dass einige das Schuljahr am 7. begonnen haben und das Bildungsministerium ein Verfahren gegen sie eingeleitet hat. Im Fall von Sagrat Cor prangern sie an, dass das erste Jahr des Zyklus von 0 bis 3 Jahren begonnen hat, während Teile der Einrichtungen noch im Bau sind und die Erzieherinnen beschlossen haben, den für die Kleinsten vorgesehenen Hof nicht zu nutzen.