Der Lehrerverband lehnt die Auswahlprüfungen im Mai ab: „Sie stören direkt die Endphase des Schuljahres.“

Die Organisation fordert das Ministerium auf, den Zeitplan zu überprüfen und Raum für einen Dialog zu schaffen, um wettbewerbsfähige Prüfungen unter optimalen Bedingungen zu gewährleisten.

Archivbild einer Lehrereinstellungsprüfung.
17/02/2026
2 min

PalmeDer Berufsverband der Lehrer der Balearen hat seine Besorgnis über die Entscheidung des Bildungsministeriums geäußert, die erste Prüfung im Auswahlverfahren für Lehrkräfte gemäß der am 13. Februar veröffentlichten Resolution ohne vorherige Absprache mit dem zuständigen Bildungsausschuss auf den 9. und 10. Mai anzusetzen. Der Verband befürchtet, dass die Vorverlegung des Termins sowohl den regulären Schulbetrieb als auch die Gewährleistung des Auswahlverfahrens selbst beeinträchtigen könnte. Die Auswahlprüfungen sind im Königlichen Dekret 276/2007 geregelt, zuletzt geändert am 5. Februar 2026. Dieses Dekret bildet den rechtlichen Rahmen zur Sicherstellung der Grundsätze von Leistung, Eignung und Chancengleichheit beim Zugang zum Lehrerberuf. Trotz der Einschränkungen des aktuellen Systems bekräftigt der Verband, dass es weiterhin das gültige Verfahren zur Auswahl der Fachkräfte darstellt, die eine wesentliche Funktion im öffentlichen Bildungswesen erfüllen müssen.

Die Organisation betont, dass der Lehrerberuf ein strenges Auswahlverfahren unter optimalen Bedingungen erfordert. Zukünftige Lehrkräfte tragen die Verantwortung für die akademische und persönliche Entwicklung der Schülerinnen und Schüler, und die Qualität des Bildungssystems hängt maßgeblich von der Strenge dieser Prüfungen ab. Bislang begannen die Auswahlverfahren üblicherweise Ende Juni oder im Juli, nach Ende des regulären Schuljahres. Ein Beginn im Mai würde jedoch direkt mit der Endphase des Schuljahres kollidieren, einer besonders sensiblen Phase für Bildungseinrichtungen.

Die Gewerkschaften haben bereits vor den negativen Auswirkungen dieser Entscheidung auf die Arbeitsbedingungen gewarnt. Darüber hinaus betont das College die organisatorischen und pädagogischen Folgen für das gesamte System. Lehramtsanwärter müssen die Prüfungen – bestehend aus einer schriftlichen Prüfung, einem praktischen Teil sowie der Präsentation und Verteidigung ihrer Unterrichtsentwürfe – mit Abschlussbewertungen, Koordinierungstreffen, Berichtserstellung und der direkten Schülerbetreuung vereinbaren. Zudem könnte der neue Zeitplan die Planung und Durchführung von Exkursionen und außerunterrichtlichen Aktivitäten im dritten Trimester gefährden, die Bestandteil des jährlichen Schulprogramms sind. Gleichzeitig werden die Mitglieder der Auswahlkommissionen – Lehrer und Schulinspektoren – in einer Zeit mit hohem Schulbetrieb einer außerordentlichen Arbeitsbelastung ausgesetzt sein. Laut College könnte diese Situation sowohl die Qualität der Bildung als auch die Integrität des Auswahlverfahrens selbst beeinträchtigen. Daher fordert es das regionale Ministerium dringend auf, den festgelegten Zeitplan zu überprüfen und einen Dialog zu ermöglichen, der die ordnungsgemäße Durchführung der Auswahlprüfungen gewährleistet und gleichzeitig den reibungslosen Schulbetrieb in der Endphase des Schuljahres sicherstellt. Die Organisation kommt zu dem Schluss, dass die Gewährleistung von Wettbewerbsprüfungen unter optimalen Bedingungen eine Frage der institutionellen Verantwortung und des Engagements für die Qualität des öffentlichen Bildungswesens ist.

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