Das Bildungsministerium beruft den Runden Tisch für subventionierte Bildung ein und deaktiviert (vorerst) den Gewerkschaftsprotest.

USO, STEI, FSIE, UGT und CCOO kritisieren die am Montag in letzter Minute getroffene Entscheidung und bezeichnen sie als „institutionelles Fehlverhalten“.

Gewerkschaftsvertreter des subventionierten Privatschulsektors vor den Türen des Bildungsministeriums.
24/02/2026
1 min

PalmeDas Ministerium für Bildung und Universitäten der Balearen hat für Donnerstag, den 5. März, um 12:30 Uhr im Ministeriumsgebäude einen Runden Tisch zum Thema subventionierte Privatschulen einberufen. Die für heute, den 24. Februar, geplante Demonstration von Gewerkschaften und Delegierten vor dem Ministerium wurde daher abgesagt. Auf der Tagesordnung stehen die Überprüfung des Rahmenabkommens und die Einführung neuer Arbeitsbedingungen ab dem Schuljahr 2026/2027. Laut Ministerium unterstreicht dieses Treffen das Engagement der Regierung, die Arbeitsbedingungen des Lehrpersonals in subventionierten Privatschulen weiter zu verbessern. In diesem Sektor wurden bereits während der laufenden Legislaturperiode Maßnahmen umgesetzt, darunter eine Erhöhung der Dienstalterszulagen (Sexenios) um insgesamt 3 Millionen Euro sowie Gehaltserhöhungen von 2,2 % im Jahr 2020 und 2,2 % im Jahr 2021 mit einem geschätzten Gesamtvolumen von 15 Millionen Euro über zwei Jahre. Weitere Maßnahmen umfassen die Reduzierung der Unterrichtsbelastung, die schrittweise Senkung des Betreuungsschlüssels im Vorschulbereich und die Bereitstellung zusätzlicher Mittel zur Förderung der Diversität.

Ankündigung in letzter Minute

Die Gewerkschaften USO, STEI, FSIE, UGT und CCOO haben die Einberufung des Treffens, das erst gestern Nachmittag stattfand, scharf kritisiert. Sie sehen darin ein „deutliches Beispiel für Unaufrichtigkeit und mangelnden institutionellen Respekt“ und fordern einen stabilen und planmäßigen Verhandlungsprozess mit konkreten Inhalten. Dieser soll die Umsetzung bestehender Vereinbarungen und die Aushandlung eines neuen Rahmenabkommens ermöglichen, das verbesserte Arbeitsbedingungen und echte Gleichstellung mit dem öffentlichen Dienst garantiert. „Lehrkräfte an staatlich subventionierten Privatschulen verdienen Respekt, Würde und verbindliche Zusagen“, so die Gewerkschaften. Sie fügten hinzu, dass der Verhandlungstisch nun berufen sei und die Bereitschaft zu ernsthaften Verhandlungen sowie zur Beendigung der monatelangen Blockade und institutionellen Missachtung durch konkrete Maßnahmen unter Beweis gestellt werden müsse.

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