In Palma wegen eines Betrugs in Höhe von 1,2 Millionen Euro verhaftet, an dem ein Netzwerk von rund vierzig Briefkastenfirmen beteiligt war.
Die nationale Polizei ermittelt gegen ein Netzwerk von Unternehmen, die mit gefälschten Rechnungen und leeren Konten Geld gestohlen haben.
PalmeDie bulgarische Nationalpolizei hat in Palma einen Mann festgenommen, der im Verdacht steht, einen Betrug in Höhe von mindestens 1,2 Millionen Euro über ein komplexes Netzwerk von Briefkastenfirmen und Bankkonten organisiert zu haben. Die Ermittlungen deuten auf ein Netzwerk von rund 40 Briefkastenfirmen hin, die für betrügerische Rechnungseinziehungen genutzt wurden. Der Fall kam ins Rollen, nachdem ein Bankmanager erhebliche Unregelmäßigkeiten bei der Bearbeitung von Lastschriften festgestellt hatte. Laut Polizeiangaben eröffneten innerhalb weniger Monate mehrere Kunden Bankkonten mit zugehörigen Abrechnungs- und Rechnungsverwaltungsdiensten. Von dort aus wiederholte sich das Schema: Kurz nach Kontoeröffnung trafen Rechnungen und Quittungen ein. Die Bank bearbeitete die Zahlungen und schrieb die entsprechenden Beträge gut, doch das Geld wurde anschließend auf andere Konten überwiesen. Als später der Betrug mit den Rechnungen auffiel und Rückerstattungen beantragt wurden, waren die Konten bereits leer, sodass das Geld nicht mehr zurückgeholt werden konnte. Im Zuge der Ermittlungen stellten die Beamten fest, dass die Konten und Firmen auf die Namen bulgarischer und rumänischer Staatsbürger registriert waren. Laut den Ermittlern wurden diese Personen dazu benutzt, Firmen zu gründen und Bankkonten zu eröffnen, über die dann betrügerische Transaktionen abgewickelt wurden. Die Polizei hat ein Firmennetzwerk mit über vierzig Briefkastenfirmen aufgedeckt, das nach ersten Schätzungen finanzielle Verluste von über einer Million Euro verursacht hat. Der Hauptverdächtige wurde wegen Betrugs, Urkundenfälschung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung festgenommen. Die Ermittlungen dauern an, und die Beamten schließen weitere Festnahmen nicht aus, sobald sie weitere mögliche Mitglieder des Netzwerks ausfindig machen.