Rechnungsprüfungsamt

Die Beschäftigten des öffentlichen Sektors trugen im Jahr 2023 zu 29 % der Ausgaben der Gemeinde bei.

Die Balearen schlossen das Jahr mit einem Überschuss von 0,35 % des BIP und einem Rückgang der öffentlichen Verschuldung um 290 Millionen Euro ab.

Der EuGH wird am 9. März entscheiden, ob Zeitarbeiter als dauerhafte Beschäftigte im öffentlichen Dienst anerkannt werden können.
A.M.
09/01/2026
3 min

PalmeDer Rechnungsprüfer der Balearen, Joan Rosselló, legte dem Parlament am Freitag den neuesten Bericht seiner Institution vor und analysierte darin die Finanzen der autonomen Gemeinschaft für das Jahr 2023. In diesem Jahr regierten gleichzeitig die Regierungen von Francina Armengol und Marga Prohens, die die Wahlen im Juli gewonnen hatten. Laut Rosselló hatte dies jedoch keinen Einfluss auf die Finanzen. Wie er erläuterte, schloss das Jahr mit einem Überschuss von 0,35 % des BIP und einem Rückgang der Staatsverschuldung um rund 290 Millionen Euro ab. Hauptausgabenposten waren die Personalkosten, die 29 % der Gesamtausgaben ausmachten (und 50 % der Ausgaben von IB-Salut, dem Gesundheitsdienst der Balearen). Rosselló erklärte, dass die Personalkosten zu den Ausgabenposten gehören, die „jährlich am stärksten steigen“, unter anderem aufgrund der von der Zentralregierung genehmigten Gehaltserhöhungen, die dann „an die Regionalregierung weitergegeben werden“. Der Ombudsmann, der sich mit Parlamentspräsident Gabriel Le Senne traf, erklärte jedoch, dass die Finanzlage seit 2020 sehr positiv sei. Dennoch warnte er, dass die Ausgaben 2023 stärker gestiegen seien als die Wirtschaft gewachsen sei: um 10,5 %, während das BIP-Wachstum bei 3 % lag. Er betonte, dass die Ausgaben der Balearen bei Anwendung der geltenden Ausgabenregel zu diesem Zeitpunkt bei etwa 2,9 % oder 3 % gelegen hätten, was einen Verstoß gegen die Regel bedeutet hätte. Da sich das Gebiet 2023 jedoch noch in der Erholungsphase nach der Covid-19-Krise befand, war die Regel nicht in Kraft.

„Risiko von Missmanagement“

Auf die Frage nach den wichtigsten Abweichungen im Bericht hob Rosselló ein „Buchhaltungsproblem“ hervor, das seit über zehn Jahren bestehe. Er bezog sich dabei auf den von der Regionalregierung für laufende Gerichtsverfahren bereitgestellten Betrag, der laut Prüfer höher als die derzeitigen 495.434 € sein sollte. Er wies außerdem auf ein Problem im Gesundheitswesen hin, wo jährlich rund 200 Millionen € ohne Budget oder entsprechende Belege ausgegeben werden. Aufgrund der stetig steigenden Budgets verliert dieser Betrag im Verhältnis zur Gesamtsumme an Bedeutung. Dennoch warnte er, dass „diese Ausgaben ohne Budgetdeckung oder Dokumentation“ das „Risiko der Ressourcenmisswirtschaft“ bergen. Der Bericht des Rechnungshofs analysiert die Konten der Regionalregierung, des Gesundheitswesens und der Steuerbehörde der Balearen (ATIB). Bezüglich des instrumentellen öffentlichen Sektors listet der Bericht abhängige, angeschlossene und andere mit der Regionalverwaltung verbundene Einrichtungen auf. Die Behörde führt jedoch lediglich eine formale Prüfung und allgemeine Analyse der von externen Prüfern erstellten Jahresabschlüsse und Finanzprüfungsberichte durch. Darüber hinaus enthält der Bericht 55 Empfehlungen zur Verbesserung des Wirtschafts- und Finanzmanagements der Region. Sowohl die allgemeine Verwaltung als auch der Gesundheitsdienst werden aufgefordert, sorgfältigere Haushaltsprognosen zu erstellen. Zudem wird eine Änderung der Vorschriften vorgeschlagen, um „alle wirtschaftlichen und finanziellen Aktivitäten des öffentlichen Sektors konsolidiert darzustellen“. Der Gesundheitsdienst wird dringend gebeten, standardisierte Abrechnungsverfahren einzuführen, die die Abdeckung aller mit zahlungspflichtigen Dritten durchgeführten Leistungen gewährleisten, und „Verfahren zur Rechnungsprüfung einzuführen, die Abstimmungen, Nachverfolgungen, Inkassoverpflichtungen und Korrekturen bei Unstimmigkeiten oder Fehlern umfassen“. Weiterhin fordert er das Unternehmen auf, seine Lieferanten – ebenso wie andere Organisationen wie die Balearische Wasseragentur (ABAQUA), das Konsortium für die Entwicklung, Verbesserung und den Bau der Infrastruktur in Palmanyola und das Infrastrukturkonsortium der Balearen – schneller zu bezahlen, da er festgestellt hat, dass es Schulden verspätet beglichen hat. Dies führt zu späteren Verzugszinsen. Bezüglich ATIB fordert der Ombudsmann unter anderem, dass alle relevanten Informationen in den Jahresbericht aufgenommen werden, „um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild des Jahresabschlusses und der wesentlichen Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres zu vermitteln“.

Separate Budgets für IBDona und SOIB

Der Ombudsmann spricht unter anderem die Notwendigkeit an, dass das Balearische Institut für Frauen (IBDona), der Arbeitsvermittlungsdienst (SOIB), das Balearische Institut für Statistik (IBESTAT), die Balearische Hochschule für öffentliche Verwaltung (EBAP) und das Balearische Institut für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (IBASSAL) über ein eigenes Budget verfügen sollten, anstatt in das bestehende System integriert zu werden, da dies eine bessere Analyse ermöglichen würde.

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