25/01/2026
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PalmeRein beruflich bedingt interessiere ich mich überhaupt nicht für die Straßenfeste und die Feierlichkeiten zu Ehren des Heiligen Sebastián. Jahrelang habe ich über diese Nächte bis in die frühen Morgenstunden geschrieben, und als ich endlich damit aufhörte, schwor ich mir, nie wieder dorthin zurückzukehren.

Ich bin seit Jahren überzeugt, dass das ganze Modell keinen Sinn ergibt. Es ist gescheitert, weil es aus einer Zeit stammt, in der Künstler auf Tournee waren, es eine regelrechte Musikexplosion gab und die Menschen zudem nachtaktiv waren. Seitdem hat es kein Politiker gewagt, einzugreifen oder es zumindest in den Krisenmodus zu versetzen. Kein Bürgermeister will Kontroversen. Schon gar nicht bei den Feierlichkeiten zum Schutzpatron.

Die Volkspartei (PP) hingegen hat es geschafft, die Zeichen der Zeit zu erkennen und Veränderungen behutsam einzuführen, ohne jemanden zu verärgern. Oder vielleicht ist es der Öffentlichkeit einfach egal. In jedem Fall wäre es eine gute Idee, die Feierlichkeiten mit den „Horabauxes“ (einer Art Open-Air-Tanz) aufzulockern, am besten zu Zeiten, die eine gute Work-Life-Balance ermöglichen, oder auch Genres wie elektronischer Musik Raum zu geben.

Das Team von Jaime Martínez platziert bereits seine Logos bei den Aktivitäten der Bruderschaften, obwohl diese nicht Teil des offiziellen Programms sind. Sie protestieren auch nicht, denn ihr Kampf ist ein anderer: Sie wollen einfach nur Spaß haben und das San Sebastián gestalten, das die Politik nicht an die heutige Zeit anpassen konnte. Es macht wenig Sinn, ein Fest mit so kurzer Geschichte zu sakralisieren, und es scheint klar, dass die Zukunft in den Händen der Bruderschaften liegt und als Tagesveranstaltung stattfinden sollte.

Früher oder später sollte der Open-Air-Tanz in den Hintergrund treten, und die Feierlichkeiten sollten sich auf den Hauptfeiertag konzentrieren. Es macht keinen Sinn, dass Mitglieder der Bruderschaften sich den Tag freinehmen oder sich beeilen, Feierabend zu machen, nur um am 19. zum Mittagessen und den anschließenden Veranstaltungen zu erscheinen. Die Versammlung wird wachsen, und genau diese Richtung sollte das Fest einschlagen. Vielleicht schon früh am 20. beginnen. Und von da an sollte sich alles darum drehen.

Die Feste sollten für die Menschen da sein, und hieraus Sie gewinnen eindeutig den Kampf gegen die offizielle Version. Gegen sie spricht das Wetter: Kälte und Regen. Zu ihren Gunsten: Alles ist noch offen. Die absurde Absage in diesem Jahr aufgrund des Zugunglücks von Córdoba – es hätte andere, institutionell elegantere Lösungen gegeben – schreckte diejenigen nicht ab, die sich San Sebastián wirklich zugehörig fühlen. Auch hatten sie kaum Spielraum, als die Absage des Programms mittags bekannt gegeben wurde. Alles war bereits in Gang gesetzt.

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