11/09/2026 - 20:42 h.
3 min

Anfang der sechziger Jahre wurde in Palma der Flughafen Son Sant Joan eingeweiht, der den von Son Bonet ersetzte, und die Mallorquiner empfingen die Touristen direkt auf dem Rollfeld mit Blumensträußen. Das Eingangstor zur Insel war genau das, ein Tor. Heute hat sich jenes Tor in eine Maschinerie verwandelt, die vieles, wenn nicht alles, von einer Zerkleinerungsmaschine hat. Das ist keine allzu übertriebene Metapher. Denn Aena begnügt sich nicht mehr damit, einen Flughafen zu verwalten: Sie vergrößert ihn, füllt ihn, verkauft ihn, vermietet ihn, beutet ihn aus und presst alles heraus, was möglich ist. Vergessen wir niemals, dass Aena ein Unternehmen mit öffentlicher Mehrheit ist. Das heißt, dieses große Geschäft ist zwar sehr öffentlich, aber nur sehr wenig unser.

Aena ist auch eine gewaltige Einnahmequelle. Je mehr Umsatz Son Sant Joan generiert, desto mehr Geld wird in den Rest des Staates geschickt. Aus unserer Ausbeutung fließt das Geld, um die defizitären Flughäfen zu bezahlen, die in Spanien die Mehrheit bilden. Währenddessen wird uns gesagt, dass wir nicht entscheiden dürfen, wie weit sich dieses Tor öffnen lässt oder wie diese Maschinerie betrieben werden soll. Die Mitverwaltung? Aena warnt bereits, dass sie dagegen klagen würde, falls sie eines Tages, in einer jener Unwahrscheinlichkeiten der spanischen Politik, verabschiedet werden sollte. Der Grund, so heißt es, sei, dass sie dadurch die Einnahmen verlieren würde, die sie auf der Insel erzielt. Das ist eine kuriose Erklärung, um es milde auszudrücken: Man verwehrt uns die Möglichkeit, über ein Geschäft mitzuentscheiden, das mit uns Geschäfte macht.

Auch die Sprache, die sie verwendet, ist kurios. Aena erweitert den Flughafen nicht, sagt sie. Sie eröffnet nur neue Bereiche, lässt uns durch neue Räume gehen und erklärt uns, dass es keine Erweiterung sei. Es muss eine semantische Frage sein. Wie jene Person, die versichert, nicht mehr gegessen zu haben, sondern nur immer mehr Kekspackungen geöffnet zu haben. Wie dem auch sei, egal was sie sagt, je größer der Flughafen wird, desto größer ist das Eingangstor. Es ist eine Selbstverständlichkeit, aber es lohnt sich, sie zu wiederholen: Wenn man das Tor verbreitert, passen mehr Leute hindurch. Und wenn mehr Flugzeuge hineinpassen, werden mehr Tickets verkauft, um sie zu füllen.

Dann gibt es noch die Werbung. Es gibt weltweit nur wenige Flughäfen mit so viel und so plumper Propaganda über das Land, das sich hinter den Kontrollen befindet. Mallorca präsentiert sich dort als ein großer Vergnügungspark, Autovermietung, Hauskauf und unaufhörlicher Konsum. Aena öffnet nicht nur das Tor für Millionen von Touristen, sie hilft auch dabei, ihnen das Mallorca zu verkaufen, unter dem wir anschließend leiden.

Jetzt will er zudem Son Bonet mit Solarpaneelen zupflastern. Er will es mit Gewalt und ohne Widerrede. Weder das Parlament noch der Widerstand der Anwohner konnten das Projekt bisher stoppen. Aena hat sich in ein unersättliches Monster verwandelt. Ein Monster, das, ach je, nicht einmal den Boykott der Bewohner der Balearen bemerken würde, wenn wir uns dazu entschließen würden. Deshalb reicht es nicht aus, von ihm zu verlangen, ein wenig freundlicher zu sein. Man muss ihm Einhalt gebieten, ihm Grenzen setzen und akzeptieren, dass auch der Flughafen, wie so viele andere Dinge auf Mallorca, schrumpfen muss.

Die PSOE hat derzeit die Möglichkeit, auf die Bremse zu treten. Mir scheint jedoch, dass weder die Sozialisten noch erst recht nicht die Volkspartei, falls sie die Regierung des Staates übernehmen sollte, diesen Schredder aufhalten werden. Sie werden ihn steuern.

stats