Kooperation

Tunesien und die Balearen teilen Erfahrungen im Umgang mit Dürre und Klimawandel auf dem Land

Eine mediterrane Kooperationsinitiative fördert den Wissensaustausch zwischen tunesischen Landwirtinnen und Akteuren der Balearen in Bereichen wie Agrarökologie, Wassermanagement und ländliche Widerstandsfähigkeit

Eine Initiative hat Erfahrungen von tunesischen Agrargemeinschaften mit den Inseln in Kontakt gebracht
ARA Balears
19/08/2026 - 19:37 h.
2 min

PalmaTunesien und die Balearen teilen zunehmend ähnliche Herausforderungen in Bezug auf Dürre, Klimawandel und die Zukunft der landwirtschaftlichen Tätigkeit. In diesem Zusammenhang hat eine von der Versammlung für Frieden (ACPP) geförderte mediterrane Kooperationsinitiative Erfahrungen tunesischer landwirtschaftlicher Gemeinschaften mit den Inseln zusammengebracht, um Kenntnisse und Anpassungsstrategien angesichts der Auswirkungen des Klimawandels auszutauschen.

Das Projekt hat sich besonders mit Landwirtinnen in Tunesien befasst, die Kenntnisse darüber erworben haben, wie die Auswirkungen des Klimanotstands durch Permakultur und Agrarökologie gemildert werden können, aber auch über Governance und wirtschaftliche Verwaltung.

Die Zusammenarbeit hat es ermöglicht, Erfahrungen auszutauschen und Allianzen zwischen den beiden mediterranen Gebieten zu schmieden, mit dem Wunsch, dass die vor Ort entwickelten Lösungen mit anderen Gemeinschaften geteilt und an diese angepasst werden können, die ähnliche Probleme haben.

Die Zusammenarbeit hat es ermöglicht, Erfahrungen auszutauschen und Allianzen zwischen den beiden Mittelmeerregionen zu schmieden.

Landwirtinnen und lokale Wirtschaft

Eine der Linien des Projekts war es, die Rolle der Frauen in der landwirtschaftlichen und wirtschaftlichen Aktivität ihrer Gemeinschaften zu stärken. In diesem Sinne wurde der Wissensaustausch und die Bildung von Allianzen mit Akteuren des Ökotourismus gefördert.

Auch wurde eine Marke ins Leben gerufen, die die Landwirtinnen aus vier Gemeinden repräsentiert und ihnen die Teilnahme an lokalen Messen ermöglicht, wie die Initiative Kounouz Ben Arous. Ziel ist es, ihren Produkten mehr Sichtbarkeit zu verleihen und ihre Fähigkeit zur Erzielung von Einkommen aus landwirtschaftlicher Tätigkeit zu stärken. Diese wirtschaftliche Dimension wird mit einem Fokus auf Ausbildung und weibliche Führung kombiniert, mit Werkzeugen, damit die Produzentinnen mehr Entscheidungs- und Managementkapazitäten innerhalb ihrer Gemeinschaften haben können.

Das Projekt hat auch Technologien und Praktiken integriert, um die Widerstandsfähigkeit gegen Dürre zu erhöhen. Zu den angewandten Maßnahmen gehören die Installation von Tanks zur Sammlung von Regenwasser und Kompostiersysteme für organische Abfälle. Dies sind Maßnahmen, die darauf abzielen, die verfügbaren Ressourcen besser zu nutzen und die Anfälligkeit von landwirtschaftlichen Betrieben angesichts immer extremerer klimatische Bedingungen zu reduzieren.

Was können die Balearen von Tunesien lernen?

Die Zusammenarbeit zwischen Tunesien und den Balearen zeigt, dass viele Probleme, mit denen die Agrargemeinschaften Nordafrikas konfrontiert sind, auch Inselgebiete im Mittelmeerraum direkt betreffen.

Das effiziente Wassermanagement, die Anpassung landwirtschaftlicher Systeme an Dürren und neue klimatische Bedingungen, die Zusammenarbeit zwischen Produzenten und die Führung von Frauen sind einige der Bereiche, in denen der Erfahrungsaustausch gemeinsames Wissen generieren kann. Die Initiative schlägt somit die mediterrane Kooperation als Instrument vor, um gemeinsame Antworten auf eine Klimakrise zu finden, die keine Grenzen kennt. Für die Balearen können die in den tunesischen Agrargemeinschaften entwickelten Erfahrungen neue Perspektiven darauf eröffnen, wie der Agrarsektor angesichts von Wasserknappheit und Klimawandel widerstandsfähiger gemacht werden kann.

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