Zusammenbruch im Krankenhaus Son Espases: Aufgrund von Bettenmangel werden nur noch Notfalloperationen durchgeführt und Patienten verlegt.

Der katalanische Gesundheitsdienst führt den Druck auf die Gesundheitsversorgung auf die Grippe und die Aufnahme chronisch kranker Patienten zurück und geht davon aus, dass sich die Situation im Krankenhaus Son Espases nach der Verlegung der Patienten allmählich normalisieren wird.

Son Espases Krankenhaus.
05/03/2026
2 min

PalmeDie Überbelegung der NotaufnahmeUniversitätskrankenhaus Son Espases Die Situation führt weiterhin zu kritischen Situationen: Patienten müssen unter Umständen tagelang auf ein Bett warten, und Operationen müssen aufgrund fehlender Betten abgesagt werden. Trotz der Notfallpläne des Gesundheitsdienstes der Balearen (IbSalut) bleibt die Lage kritisch, wie Gewerkschaften und Mitarbeiter des Krankenhauses berichten. Ein OP-Mitarbeiter, der anonym bleiben wollte, erklärte gegenüber ARA Baleares: „Ohne freie Betten können keine Patienten operiert werden.“ Der Gesundheitsdienst der Balearen bestätigte, dass am Donnerstag 77 Patienten auf die Aufnahme in das Krankenhaus Son Espases warteten. Dies sei auf einen „Höchststand“ aufgrund der Grippe und der Aufnahme chronisch kranker Patienten zurückzuführen. Gewerkschaftsvertreter wie USAE betonen jedoch, dass die Situation alles andere als normal sei und die Qualität der Versorgung massiv beeinträchtige.

Zu den alarmierendsten Fällen zählt der einer älteren Frau mit Atemwegsproblemen, die trotz der Unterbringung in provisorisch eingerichteten Wartebereichen über 90 Stunden auf ein Bett warten musste. Laut den Gewerkschaften UGT und USAE werden Patienten mit chronischen oder akuten Erkrankungen auf Etagenbetten in Durchgängen, Wartezimmern oder Bereichen untergebracht, die nicht für die stationäre Behandlung vorgesehen sind. Dies führt zu Problemen hinsichtlich Sicherheit, Würde und Versorgungsqualität und belastet das Gesundheitspersonal erheblich. Die Situation hat außerdem die Aussetzung aller geplanten Operationen – lediglich dringende und onkologische Eingriffe wurden fortgesetzt – und die Verlegung von Patienten in andere Krankenhäuser desselben Klinikverbunds, wie beispielsweise das Krankenhaus Virgen de la Salud oder das Allgemeine Krankenhaus von Palma, erzwungen. Diese Verlegungen haben zusammen mit der Ankunft von Krankenwagen aus Son Espases zu einer erhöhten Belastung der Gesundheitsversorgung in anderen Zentren Mallorcas beigetragen.

Der Zusammenbruch beschränkt sich nicht auf Son Espases. Im Krankenhaus Manacor sind 11 der 14 Untersuchungsräume belegt, und auf der Überwachungsstation sind neun der zwölf verfügbaren Betten belegt. In Son Llátzer stehen 28 Patienten auf der Warteliste, und auch die Kinderstation ist voll belegt. Gewerkschaftsquellen zufolge ist ein Teil der Überbelegung in diesen Einrichtungen eine direkte Folge von Patienten- und Krankenwagenverlegungen aus Son Espases, das versucht, seine Notaufnahme zu entlasten. Laut den Gewerkschaften liegt die Ursache dieser Situation in mangelnder Planung und fehlendem Personal, verbunden mit einer Zunahme der chirurgischen Eingriffe und einer hundertprozentigen Auslastung der stationären Betten, insbesondere nach den Grippe- und chronischen Krankheitswellen Ende Januar. Aus all diesen Gründen fordern sowohl die UGT als auch die USAE dringende und strukturelle Maßnahmen, um ein erneutes Auftreten dieser Vorfälle zu verhindern, und betonen, dass die bisherigen Notfallpläne nicht ausreichen. Das Gesundheitsministerium ist zuversichtlich, dass sich der Betrieb im Son Espases im Laufe der Woche schrittweise normalisieren wird und betont, dass alle Betten für die Versorgung überwiesener Patienten weiterhin zur Verfügung stehen, da es sich um das Überweisungszentrum der Balearen handelt.

stats