Protest mit Blasen gegen die Art Cologne Messe im Kongresspalast: "Elitarisiert Kunst und touristifiziert"
Die Demonstranten kritisieren Eintrittspreise von bis zu 70 Euro und eingeschränkte Zugänge. Sie prangern an, dass die Messe zur Touristifizierung beiträgt und die lokale Bevölkerung ausschließt.
PalmaEine Gruppe von Menschen hat am Donnerstag vor dem Kongresspalast gegen die Messe Art Cologne protestiert. Die Teilnehmer, verkleidet als gequälte Seelen oder "Bubotas", führten eine Performance durch, um anzuprangern, dass diese Kulturveranstaltung "die Elitisierung begünstigt und zur Touristisierung" der Insel beiträgt.
Laut Kritik erfolgte die anfängliche Kommunikation der Messe hauptsächlich auf Englisch und einige Zugänge, wie der am 9., waren für VIP-Publikum mit Eintrittskarten bis zu 70 Euro reserviert, was ihrer Meinung nach den Zugang der lokalen Bevölkerung erschwert. Während des Protests zeigten die Teilnehmer Plakate mit Botschaften auf Katalanisch und Englisch wie „Wir sind nicht eure Souvenirs“, „Wenn wir nicht bald handeln, wird es zu spät sein“ oder „Das ist unser Zuhause“. Die tränenförmigen Plakate verstärkten die Vorstellung von Trauer und Verlust.
Eines der Mitglieder repräsentierte symbolisch Mallorca, das in Tränen aufgelöst war. Mit dieser Aktion wollten die Demonstranten "die Trauer einer Insel ausdrücken, die um die kulturelle Auslöschung ihrer Einwohner trauert" und anprangern, dass sie zu einem Raum werde, der nur für "Durchreisende, Touristen und Scheineinwohner" gedacht sei. Sie forderten auch das Recht auf Wohnraum, das sie als "grundlegendes Recht, das nicht verteidigt wird" betrachten.