Mehr als die Hälfte der aus der Siedlung Joveria vertriebenen Menschen wird auf der Straße landen

Das Rathaus von Ibiza bietet nur Notunterkünfte für sieben Familien und sieben Erwachsene an, obwohl in der Gegend über hundert Menschen lebten

Die Siedlung Joveria in Ibiza.
ARA Balears
Akt. vor 22 min
2 min

PalmaDie Räumung der Siedlung Sa Joveria in Ibiza hat an diesem Dienstag mit einem polizeilichen und technischen Einsatz begonnen, der den Abriss und die Säuberung des Gebiets vorsieht. Dennoch ist die institutionelle Reaktion in Bezug auf die Unterbringung begrenzt: Die Gemeinde hat vorübergehende Räumlichkeiten für sieben Familieneinheiten und sieben Erwachsene ohne Angehörige eingerichtet, eine unzureichende Zahl angesichts der mehr als hundert Personen, die sich dort aufhielten. Dies bedeutet, dass mehr als die Hälfte der Betroffenen keine sofortige Wohnmöglichkeit haben wird und nach Abschluss der Räumung voraussichtlich schutzlos dastehen wird. Während der Operation wurden Zelte am Zugang zum Messegelände aufgestellt, wo Sozialarbeiter den betroffenen Personen eine erste Betreuung anbieten. Parallel dazu werden einige Fälle an die UTS Eixample zur Bearbeitung möglicher Leistungen verwiesen, obwohl diese kurzfristig keine Wohnlösung garantieren.

Die Einheit umfasst die Anwesenheit von einem Dutzend lokaler Polizisten, mit der erwarteten Unterstützung der Nationalpolizei, sowie von Technikern der Umweltbehörde, die für die Überwachung der auf dem Grundstück angesammelten Abfälle zuständig sind.

Die Räumung ist Teil einer gerichtlich genehmigten Maßnahme, nachdem das Verwaltungsgericht von Palma die Betretung, den Abriss und die Reinigung des Grundstücks genehmigt hatte. Die Stadtverwaltung hatte die Eigentümer zuvor aufgefordert, die Instandhaltungs- und Abfallbeseitigungsarbeiten zu übernehmen, aber angesichts ihrer Untätigkeit wurde das Gerichtsverfahren eingeleitet.

Auf dem Grundstück hatten sich Behelfsunterkünfte, Hütten und Zelte angesiedelt, in einer Umgebung, die laut städtischen Berichten die Mindestanforderungen an Hygiene und Sicherheit nicht erfüllte. Die Stadtverwaltung hatte das Fehlen von Trinkwasser, Abwassersystemen und Abfallmanagement sowie das erhöhte Brandrisiko durch das Vorhandensein von Gasflaschen und Kochern gewarnt.

Verschiedene Berichte, die in der Akte enthalten sind, warnten auch vor Umwelt- und Gesundheitsrisiken, mit möglichen Auswirkungen auf den Boden und das Grundwasser sowie einem erhöhten Risiko von Infektionskrankheiten.

Nach Abschluss der Reinigungsarbeiten wird das Grundstück geschlossen, um neue Besetzungen zu verhindern. In der Zwischenzeit steht ein erheblicher Teil der geräumten Personen einer unmittelbaren Zukunft ohne Wohnraumalternative gegenüber.

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