IMAS wird vorgeworfen, die mehr als 200 Menschen, die aus dem alten Gefängnis von Palma geräumt werden sollen, „im Stich gelassen“ zu haben.

Für die Sozialisten erfolgte die Räumung des Gebäudes auf eine „hastige, improvisierte und zutiefst unverantwortliche“ Weise.

Ein Insasse des alten Gefängnisses von Palma.
ARA Balears
10/03/2026
1 min

PalmeDie sozialistische Fraktion im Consell de Mallorca wirft dem mallorquinischen Institut für Soziales (IMAS) vor, die über 200 Menschen, die demnächst aus dem ehemaligen Gefängnis in Palma geräumt werden sollen, im Stich gelassen zu haben. Laut den Sozialisten sei die Räumung überhastet, improvisiert und zutiefst unverantwortlich durchgeführt worden.

„Wir erleben eine Aktion, die Menschen in akuten Notlagen völlig ignoriert. Das ist ein politisches Versagen und eine ungeheure soziale Verantwortungslosigkeit seitens IMAS, die eigentlich die Leitung aller Maßnahmen hätte übernehmen sollen, aber nichts unternommen hat“, sagte Stadträtin Sofía Alonso. Die sozialistische Stadträtin kritisierte den Mangel an alternativen Wohnmöglichkeiten und Umsiedlungsplänen für die von der Zwangsräumung Betroffenen. „Diese Räumung löst nichts und vertreibt die Armut nur aus einem Stadtteil, damit sie in einem anderen wiederkehrt.“ „Es ist unverständlich, dass die für die sozialen Dienste Mallorcas zuständige Behörde keinerlei konkrete Maßnahmen zur Unterstützung dieser Menschen angekündigt, geplant oder eingeleitet hat. Keine Soforthilfe, keinen Notfallplan, keine echte Alternative. Nichts“, kritisierte Alonso.

"Groteskes Paradoxon"

Die sozialistische Vertreterin bezeichnete es als „groteskes Paradoxon“, dass sowohl der Stadtrat von Palma als auch der Consell de Mallorca Hilfe von denselben Institutionen anfordern, die ihre Vox-Partner – im ersten Fall leisten sie externe Unterstützung, im zweiten sind sie Teil des Regierungsteams – „beleidigt und diskreditiert und als ‚Kinder‘ bezeichnet haben“. „Soziale Organisationen besitzen keine Wohnungen, sie gestalten keine öffentliche Politik und verfügen nicht über das Budget, um Grundrechte zu gewährleisten, und doch sind sie die Einzigen, die immer da waren: vor, während und nach der Zwangsräumung“, betonte sie.

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