Streit bei IB3 um virales Video: „Inca gibt Geld nur für die Schwulenparty aus“
Obwohl die Bilder nicht ausgestrahlt wurden, entschuldigt sich der Radio- und Fernsehsender für ihre Verbreitung in den sozialen Netzwerken.

Palme„Das Geld wird ausschließlich für die Schwulenparty ausgegeben.“ Diese Aussagen eines Einwohners von Inca in einem Interview veranlassten IB3, eine interne Untersuchung einzuleiten und sich zu entschuldigen, nachdem das Video mit den homophoben Kommentaren in den sozialen Medien verbreitet wurde. Laut dem öffentlich-rechtlichen Sender handelte es sich um Produktionsmaterial, das zu keinem Zeitpunkt ausgestrahlt werden sollte.
In einer Erklärung betonte der öffentlich-rechtliche Sender, dass es wie bei jedem audiovisuellen Prozess Testsequenzen, verworfene Bilder oder Inhalte gebe, die nicht zur Ausstrahlung bestimmt seien. „All dieses Material ist Teil der täglichen Arbeit der Produktionsteams, und es liegt in der Verantwortung aller Fachleute, es mit Respekt zu behandeln und nicht extern zu verwenden. Wenn diese Grundregel der Ethik und des Vertrauens gebrochen wird, wird nicht nur der Berufskodex verletzt, sondern auch die Glaubwürdigkeit und die Arbeit eines öffentlich-rechtlichen Medienunternehmens gefährdet“, betonte IB3.
Interne Untersuchung
Die öffentliche Einrichtung teilte mit, dass aus diesem Grund eine interne Untersuchung eingeleitet wurde, die zur Identifizierung des mutmaßlichen Mitarbeiters führte, der das Video verbreitet hatte. „Mit ihm haben wir bereits gesprochen.“ Darüber hinaus wurden „die entsprechenden Maßnahmen ergriffen, um sicherzustellen, dass sich eine solche Situation nicht wiederholt.“
IB3 entschuldigte sich jedoch „aufrichtig bei allen, die sich möglicherweise geschädigt fühlten“ und bekräftigte seine Verpflichtung, wahrheitsgetreue, respektvolle und bürgerfreundliche Informationen bereitzustellen.
Das Video
Das Material, das für Kontroversen sorgte, ist ein Fragment eines Interviews mit einer Einwohnerin von Inca, die sich über den aktuellen Zustand der Stadt beschwert. „Inca ist in einem sehr schlechten Zustand, sehr schlecht, sehr schlecht. Alles ist sehr vernachlässigt und alle beschweren sich. Ich kann es nicht besser sagen“, sagt die Frau und meint damit offenbar den derzeitigen Bürgermeister Virgilio Moreno.
„Als Torres (Rafel Torres, der vorherige Bürgermeister) dort war, war er eine Freude; Inca war sehr gepflegt. Aber seit dieser da ist? Gibt er sein Geld denn für nichts anderes aus als für die Schwulenparty?“, schlussfolgert sie.